Jazztage in Weinheim: Vom Feinsten! Café Central und Beyond Bue Connection holen im Mai und Juni internationale Künstler an die Bergstraße – Städtisches Kulturbüro als Partner

Weinheim. Die Zweiburgenstadt ist in der Region ein starker Kulturstandort. Das Café Central, Ben Schmidts „Beyond Blue Connection“ und das Kulturbüro der Stadt Weinheim trotzen der Corona-Krise und den Lockdowns und halten an den Weinheimer Jazztagen fest, die im zurückliegenden Jahr noch der Pandemie Tribut zollen mussten. Aber die Akteure beweisen Mut und Zuversicht: An zwei Wochenenden – erst im Mai im Café Central, dann im Juni im Schlosshof – holen sie internationale Jazz-Größen in die Stadt. Es sind die „Weinheimer Jazztage 2021“.
Wieder einmal tritt dabei auch die Weinheimer Jazz-Pianistin Anke Helfrich, Trägerin zahlreicher internationaler Preise, in der Heimat auf. Ihre Konzerte haben unter den Burgen Kult-Status.
Am Samstag, 5. Juni, sitzt Anke Helfrich am Flügel auf der Bühne im Weinheimer Schlosshof kongenial mit ihrem Quartett. Sie ist für das Programm der Weinheimer Jazztage ein“MUSS“!
Die Pianistin, Komponistin, Bandleaderin und Hochschuldozentin ist eine der zentralen Persönlichkeiten des deutschen Jazz. Als Künstlerin ist sie in der ganzen Welt unterwegs, trotzdem blieb sie der Zweiburgenstadt immer auf das Innigste verbunden. Die „Botschafterin Weinheims“ wurde vielfach ausgezeichnet unter anderem mit einem ECHO Jazz, dem Hessischen Jazzpreis und Blue Bird Award. Vor allem ihre letzte CD „Dedication“ fand große internationale Anerkennung. Anke Helfrich verbindet kraftvolles Spiel mit lyrischer Erzählkunst zu einem eigenen lebendigen und berührenden Stil.

Die Weinheimer Jazztage starten am Mittwoch, 12. Mai im Café Central mit der Markus Stockhausen Group. Die vier improvisierenden Musiker gehören zu den Besten ihres Fachs. Markus Stockhausen präsentiert in eine neue Besetzung mit dem Pianisten Jeroen van Vliet. Spielfreude und meisterliches Können – farbenreiche Kompositionen, inspirierte
Improvisationen und intuitives Spiel fügen sich zu einem harmonischen Ganzen, den Instrumenten werden ungeahnte Klänge entlockt. Alle Musiker benutzen auch elektronische Erweiterungen ihrer Instrumente. Sie sind sowohl im klassischen Fach wie auch im Jazz virtuos zuhause und stellen einen hohen Anspruch an ihre Tonkultur, immer auf der Suche nach dem ‚magischen Augenblick‘ auf der Bühne. Durch ihr intuitives Zusammenspiel bringen sie mit musikalischem Feingefühl innere Welten zum Klingen. Sie werfen sich die Themen wie Bälle zu, mitunter komplexe, virtuose Ton- oder Akkordfolgen, lebhaft und jazzig, dann wieder harmonisch-melodiös, ruhig und innerlich.

Am Samstag, 15. Mai, tritt die Billy Cobham Band im Café Central auf. Cobham zählt zu den wichtigsten Schlagzeugern der Jazzgeschichte. Vor allem durch sein Engagement bei dem Mahavishnu Orchestra wurde der gebürtige Panamaer zum Weltstar. Zum Beispiel ist er zu hören auf „Bitches Brew“ von Miles Davis. Der Künstler ist die zentrale Lichtgestalt von Fusion und Jazz-Rock.

Dann geht es in den Juni und open air an den Schlossturm: Am Freitag, 4. Juni, kommt das Ramon Valle Trio in den Schlosshof. „Ich erzähle Märchen ohne Worte“ sagt Ramon Valle. In seinem Stil vereinigen sich Neo-Bob, Latin Jazz und Afro-Cuban Musik mit Klassik. Mal hört man bei ihm das Erbe von Oskar Peterson, mal den Spirit von Eddie Palmieri oder gar von Ludwig van Beethoven. Die internationale Presse bescheinigt seinen Werken „atmosphärische Schönheit“ (SPIRIT of JAZZ). Wer ein Konzert des „größten cubanischen Musiktalents“ (Chuco Valdez – Irakere) erlebt hat, kommt ins Fliegen, heißt es. Und: Ramon verleiht den Tasten Flügel.

Den Abschluss macht am Sonntag, 6. Juni das Ron Carter-Trio. Der 83-jährige Bassist Ron Carter ist eine echte Legende. Miles Davis, Freddie Hubbard oder Herbie Hancock gehören zu seinen Weggefährten. Mit ihnen hat der Afro-Amerikaner den modernen Jazz geprägt wie kaum ein anderer. Sein grandioses Spiel erklingt auf mehr als 2200 Veröffentlichungen. Damit ist er der am meisten aufgenommene Bassist der Musikgeschichte. Der studierte Bassist,
Cellist und Komponist hat viele Facetten: Genialer Solist, charismatischer Bandleader und begnadeter Hochschullehrer. Carter vereint Klassischen Jazz mit Modern Jazz. Als Vertreter des „Third Stream“ gelingt ihm eine Spielkultur jenseits von E- und U-Musik. Bei den Weinheimer Jazztagen tritt der Künstler mit dem „Ron
Carter Golden Striker Trio“ auf, seiner Lieblingsformation. Der Jazz-Gentleman wird von dem Pianisten Donald Vega und dem Gitarristen Russel Malone begleitet. Der Abend verspricht eine große Jazz-Gala im kleinen Schlosshof.
Tickets im Vorverkauf über: www.cafecentral.de

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