Gemeinderat beschließt Schul-Ausbau und weitere Investitionen in Schwetzingen
Der Gemeinderat Schwetzingen hat den Ausbau der Johann-Michael-Zeyher-Grundschule zur Ganztagsschule beschlossen. Grundlage ist ein überarbeitetes Raumkonzept, das auf eine wirtschaftliche und bedarfsgerechte Planung setzt. Die Gesamtkosten sollen den festgelegten Rahmen von 9,95 Millionen Euro nicht überschreiten. Möglich wurde dies unter anderem durch eine Reduzierung der Neubaufläche sowie eine stärkere Mehrfachnutzung von Räumen. Der Neubau soll gemeinsam mit dem bestehenden Schulgebäude eine moderne und zukunftsfähige Ganztagsgrundschule bilden.
Mit dem Projekt sollen alle notwendigen Räume für den Ganztagsbetrieb geschaffen werden, ohne überdimensionierte Flächen vorzusehen. Gleichzeitig sollen pädagogische Qualität, flexible Nutzungsmöglichkeiten und nachhaltige Bauweisen berücksichtigt werden. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2028 geplant. Bei einem planmäßigen Verlauf könnte der Ganztagsbetrieb zum Schuljahr 2028/29 starten. Ein großer Teil der Kosten soll durch Fördermittel finanziert werden.
Außerdem hat der Gemeinderat Änderungen im Baugebiet „Schälzig“ beschlossen. Dort können künftig Dachaufbauten, Dachflächenfenster und weitere Öffnungen auf der bislang eingeschränkten Nordseite zugelassen werden. Hintergrund ist die deutlich reduzierte Lärmbelastung seit der Abstufung der B 36 zur Ortsstraße im Jahr 2009. Von der Regelung profitieren insgesamt 16 Grundstücke mit 26 Wohnhäusern. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten für den Ausbau von Dachgeschossen und eine Verbesserung der Wohnqualität.
Ein weiteres Thema war die Fortsetzung der Sanierung der Scheffelstraße. Nach ersten Arbeiten im Jahr 2024 wird nun von Ende Juli bis Ende Oktober 2026 der Kreuzungsbereich Scheffelstraße/Robert-Bosch-Straße erneuert. Dabei werden die Fahrbahn saniert, zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen und die Straßenentwässerung verbessert. Den Auftrag erhielt die Firma Joh. Schön & Sohn Bau GmbH & Co. KG aus Speyer für rund 309.000 Euro.
Auch die Nordstadt-Grundschule soll modernisiert werden. Dort wird die bestehende Innenbeleuchtung auf energieeffiziente LED-Technik umgerüstet. Ziel ist es, Energiekosten zu senken und die Lichtqualität zu verbessern. Die Arbeiten sollen während der Sommerferien durchgeführt werden, um den Schulbetrieb nicht zu stören. Der Auftrag ging an die Firma Atalar Elektro GmbH aus Ludwigshafen.
Darüber hinaus plant die Stadt Schwetzingen die Einführung eines digitalen Rechnungsworkflows. Hintergrund ist die gesetzliche Verpflichtung zur Nutzung elektronischer Rechnungen ab dem Jahr 2028. Der Auftrag für die technische Umsetzung wurde an die Firma Optimal-Systems aus Konstanz vergeben.
Der Gemeinderat wurde außerdem über die Prüfung der Bauausgaben durch die Gemeindeprüfungsanstalt Baden-Württemberg informiert. Die Prüfung bezog sich auf die Jahre 2019 bis 2023 und umfasste ausgewählte Bauprojekte sowie aktuelle Verwaltungsvorgänge.
Auch die Jugendbeteiligung in Schwetzingen soll weiter gestärkt werden. Geplant ist ein regelmäßiger Austausch zwischen Jugendlichen, Gemeinderat, Verwaltung und Jugendarbeit. Erste Maßnahmen aus einem Treffen im Jugendzentrum GO IN wurden bereits umgesetzt, darunter längere Öffnungszeiten und neue Angebote für Jugendliche. Weitere Projekte wie Verbesserungen an der Basketballinfrastruktur und am Dirt Park befinden sich in Planung.
Schließlich beschloss der Gemeinderat eine neue Gebührensatzung für den gemeinsamen Gutachterausschuss des südwestlichen Rhein-Neckar-Kreises. Die Satzung tritt zum 1. Juni 2026 in Kraft und soll unter anderem für mehr Transparenz bei Gebühren sorgen. Zudem wurde Christiane Benetti als neue ehrenamtliche Gutachterin für die Gemeinde Reilingen bestellt.











