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Konstantin Voit verdient Mannheimer Kunstpreis 2026

26. Februar 2026 | Ausstellungen, Freizeit, Leitartikel, Photo Gallerie

Konstantin Voit

Mannheimer Kunstpreis 2026 der Heinrich-Vetter-Stiftung geht an Konstantin Voit

Mit dem Mannheimer Kunstpreis der Heinrich-Vetter-Stiftung unterstützen die Stadt Mannheim und die Stiftung jährlich professionelle Künstlerinnen und Künstler, die in der Metropolregion Rhein-Neckar leben und arbeiten. 2026 wird der Preis, der in diesem Jahr in der Kategorie Malerei verliehen wird, bereits zum elften Mal vergeben. Neben dem Preisgeld ermöglicht die begleitende Ausstellung im PORT25 – Raum für Gegenwartskunst eine zusätzliche Förderung durch das Kulturamt.

Kulturbürgermeister Thorsten Riehle betont: „Mit der Vergabe dieses Kunstpreises würdigen wir nicht nur die herausragende Leistung von Konstantin Voit, sondern auch den wertvollen Beitrag, den Kunst für das Miteinander und die Weiterentwicklung unserer Stadt leistet. Kunst und Kultur sind unverzichtbare Pfeiler unserer Gesellschaft – sie regen zum Nachdenken an, schaffen Begegnung und verleihen unserer Stadt Identität. Für die nachhaltige Unterstützung der Bildenden Kunst danke ich der Stiftung sehr.“

Die Fachjury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Kunsthalle Mannheim, des Mannheimer Kunstvereins, des PORT25 sowie der Heinrich-Vetter-Stiftung und des Kulturamts Mannheim, lobte die hohe Qualität und die Vielfalt der Einsendungen, die die kreative Stärke der regionalen Kunstszene eindrucksvoll widerspiegelt.

Hauptpreisträger: Konstantin Voit

Nach intensiver Beratung entschied die Jury mehrheitlich, den mit 15.000 Euro dotierten Preis an den Mannheimer Künstler Konstantin Voit zu vergeben. Prof. Dr. Markus Haass, Vorstandsvorsitzender der Heinrich-Vetter-Stiftung, erklärt: „Das Werk von Konstantin Voit ist unverkennbar und einzigartig. Mit dem Mannheimer Kunstpreis würdigen wir herausragende künstlerische Leistungen, die unsere Region kulturell bereichern und weit über ihre Grenzen hinausstrahlen.“

Voits Malerei zeichnet sich durch den gezielten Einsatz von Kindermalschablonen aus, die der Künstler seit 1993 sammelt und zur weltweit größten Sammlung dieser Art ausgebaut hat. Auf dieser Basis entwickelt er abstrakte Werke, die durch die Motive der Schablonen erweitert werden. Die schlichten Stanzungen laden dazu ein, die formale Leere mit Symbolik und Bedeutung zu füllen.

Unter dem Projektnamen „Malfabrik“ hat Voit über 2.000 Werke geschaffen, organisiert in zehn Werkblöcken, die sich mit unterschiedlichen Themen befassen – von öffentlichen Symbolen wie Flaggen oder Verkehrsschildern bis hin zu malerischen Experimenten mit Spiegelungen, Transparenzen oder Farbsystemen. Dabei werden moderne Hilfsmittel wie Computer und Schneideplotter genutzt, das Endergebnis bleibt jedoch stets klassische Malerei auf hochwertigem Bildträger. Digitale Kunst, Drucke oder KI kommen nicht zum Einsatz.

Sein aktuelles Projekt „Werbeblock 2.0“ umfasst 294 verfremdete Markenlogos. Durch die Schablonen werden diese nicht nur wiedererkennbar, sondern eröffnen zugleich poetische und humorvolle Perspektiven auf unsere allgegenwärtige Konsumwelt. Die Serie zeigt auch historische und vergessene Markenlogos, wodurch sie als Zeitreise in die Designgeschichte gelesen werden kann.

Biografie und bisherige Auszeichnungen

Konstantin Voit (*1964) wurde in Mannheim geboren und studierte an der HFBK Hamburg unter anderem bei Sigmar Polke. Nach verschiedenen Stipendien in Deutschland kehrte er 2001 in die Kurpfalz zurück. Voit erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Welde-Kunstpreis (2003, 2012, 2014), den Kunstpreis für Malerei der Stadt Bühl (2003), den Kunstpreis der Künstlermesse Karlsruhe (2006) und ein Stipendium an der Cité Internationale des Arts in Paris (2018).

Er realisierte u. a. ein Kunst am Bau-Projekt an der Erich Kästner-Schule in Ludwigshafen (2016) und zeigte seine Werke in Ausstellungen bundesweit, unter anderem 2020 in der Kunsthalle Emden und 2023 im Kunstverein Ludwigshafen. Voit ist Mitgründer der Produzentengalerie PENG! und Teil des Kollektivs „Die Kunstpirativen“. Seit vielen Jahren engagiert er sich als Dozent, zuletzt an der Freien Kunstakademie Mannheim, 2026 wird er an der neu gegründeten Akademie der Bildenden Künste Mannheim unterrichten.

Preisträgerausstellung

Die Ausstellung von Konstantin Voit anlässlich des Mannheimer Kunstpreises 2026 wird am 31. Juli 2026 um 19 Uhr im PORT25 – Raum für Gegenwartskunst in Mannheim eröffnet.

Foto: Stadt Mannheim

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