Länderergebnisse zur Gesundheitsökonomie veröffentlicht

Gesundheitsökonomische Daten für alle 16 Bundesländer im Vergleich

Symbolfoto: Buchner

Die Arbeitsgruppe »Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder« (AG GGRdL) stellt mit der heute erschienenen Gemeinschaftsveröffentlichung aktuelle Regionalergebnisse zum Gesundheitspersonal, zu den Gesundheitsausgaben sowie zu Wachstums- und Beschäftigungseffekten der Gesundheitswirtschaft im Vergleich aller 16 Bundesländer bereit.

Demnach stieg in allen Ländern die Beschäftigung im Gesundheitswesen im Zeitraum 2008 bis 2017 insgesamt deutlich an. Das Gesundheitspersonal wird dabei nach sieben Einrichtungsarten aufgegliedert. So zeigt sich beispielsweise im Jahr 2017, dass sich die meisten Beschäftigungsverhältnisse in allen Bundesländern in den ambulanten Einrichtungen des Gesundheitswesens befanden. Je nach Land waren dies knapp 38 % bis 44 % des gesamten Gesundheitspersonals. Der Veröffentlichung kann u.a. auch der Anteil der weiblichen Beschäftigten und das Ausmaß der Vollzeitbeschäftigung in den verschiedenen Einrichtungen des Gesundheitswesens entnommen werden. Generell ist das Gesundheitswesen durch einen hohen Anteil weiblicher Beschäftigter sowie eine hohe Teilzeitbeschäftigung geprägt.

Deutlich erhöht haben sich in den letzten zehn Jahren auch die Ausgaben für Gesundheit: Während die Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben 2008 in den Ländern noch zwischen 2 990 Euro und 3 473 Euro variierten, lagen sie 2017 bereits zwischen 4 007 Euro und 4 858 Euro. Die Gesundheitsausgaben werden für acht Träger ermittelt. Dazu zählen alle öffentlichen und privaten Institutionen, die Leistungen für die Gesundheit finanzieren. Der gesetzlichen Krankenversicherung wurden dabei 2017 in jedem Land mit Abstand die höchsten Ausgaben zugeordnet. Der von allen Ausgabenträgern stärkste Zuwachs der Gesundheitsausgaben wurde dagegen bei der Sozialen Pflegeversicherung verzeichnet. Die mittlere jährliche Wachstumsrate im Zeitraum 2008 bis 2017 belief sich für diesen Träger in den Ländern zwischen 6 % bis knapp 9 %. Zum Vergleich: Die Gesundheitsausgaben insgesamt stiegen in diesem Zeitraum im Bundesdurchschnitt um knapp 4 % jährlich.

Die Veröffentlichung zeigt auch die Entwicklung der Bruttowertschöpfung und der Erwerbstätigenzahlen in der Gesundheitswirtschaft auf und ermöglicht damit einen Vergleich mit anderen Bereichen der Volkswirtschaft. So wird zum Beispiel deutlich, dass in den meisten Ländern die Bruttowertschöpfung und insbesondere die Erwerbstätigkeit in der Gesundheitswirtschaft im Zeitraum 2010 bis 2018 stärker anstieg als in der Gesamtwirtschaft.

Im Internetangebot der Arbeitsgruppe »Gesundheitsökonomische Gesamtrechnungen der Länder« kann die Veröffentlichung kostenlos abgerufen werden. Zusätzlich steht dort auch ein Faltblatt zum Herunterladen zur Verfügung, welches die wichtigsten Ergebnisse kompakt für das aktuell verfügbare Jahr darstellt.

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