Bleiben Sie informiert  /  Freitag, 23. Januar 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Direkt zur Redaktion

[email protected]

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Mannheim: 2035 werden 56.200 Menschen im Rentenalter sein

16. Januar 2025 | Leitartikel, Photo Gallerie, Senioren

Wer in Mannheim für den Bundestag kandidiert, dem sollen Beschäftigte auf den „Renten-Zahn“ fühlen

Mannheim kommt in die Jahre: Heute leben rund 53.400 Menschen in Mannheim, die im Rentenalter sind. Und 2035 werden rund 56.200 Menschen der „Generation Ü67“ angehören – ein „Senioren-Plus“ von 5 Prozent gegenüber heute. Das geht aus einer „Ruhestands-Prognose“ hervor, die das Pestel-Institut im Auftrag der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) gemacht hat.

Die NGG Mannheim-Heidelberg warnt jetzt vor zu niedrigen Renten. Es gehe darum, ein „Abrutschen der Rente“ zu verhindern: „Wer im Alter genug Geld zum Leben haben will, muss sich am 23. Februar darum kümmern. Denn wie hoch die gesetzliche Rente sein wird, das kann jeder mitentscheiden – und zwar per Kreuz in der Wahlkabine bei der Bundestagswahl. Und die Rente ist für alle wichtig – für Jung und Alt: für den Azubi in der Gastronomie genauso wie für den Altgesellen in der Bäckerei oder für den Lagerarbeiter in der Lebensmittelproduktion“, sagt Elwis Capece.

Der Geschäftsführer der NGG Mannheim-Heidelberg richtet deshalb einen „Renten-Appell“ an die Beschäftigten. Sie sollen den Wahlkampf nutzen, um den Parteien auf den „Renten-Zahn“ zu fühlen: „Wer in Mannheim für den Bundestag kandidiert, muss Farbe bekennen. Die entscheidende Frage beim Straßenwahlkampf in Mannheim ist: Wie hoch wollen die Bundestagskandidaten die Rentenlatte legen?“

Denn der neue Bundestag und die Bundesregierung müssten dringend eine Rentenreform anpacken. „Der wichtigste Punkt dabei ist das Rentenniveau: Je höher es ist, desto mehr Geld haben die Senioren im Portemonnaie. Da geht es um jeden Prozentpunkt – auch hinterm Komma“, so Elwis Capece. Hier müsse es eine Haltelinie nach unten geben: „Unter 48 Prozent darf das Rentenniveau nicht sacken. Sonst rutschen nämlich noch mehr Menschen in die Altersarmut“, sagt der Gewerkschafter. Die NGG Mannheim-Heidelberg fordert, dass das Rentenniveau zukünftig auch wieder auf 50 Prozent und höher steigen muss.

Neben diesem „Prozent-Check“ zur Rentenhöhe gehe es auch darum, die Positionen der Parteien zum geplanten Renteneintrittsalter abzuklopfen: „Ab wann sollen die Menschen ohne Abschläge in Rente gehen können? – Genau diese Frage sollten die Beschäftigten den Bundestagskandidaten in Mannheim ebenfalls stellen – und zwar bei jeder Gelegenheit, die sich bis zur Bundestagswahl bietet“, fordert Elwis Capece.

W E R B U N G


Rentenalter

Parteien, die versuchten, das Renteneintrittsalter nach oben zu schrauben, machten eine „Weit-weg-Politik vom Arbeitsleben der Menschen“. Schon die Rente mit 67 sei für viele jetzt unerreichbar. „Vom Koch bis zum Produktionshelfer, der Tag für Tag in der Lebensmittelindustrie am Band steht: Viele, die dauerhaft anstrengende Arbeit leisten, sind oft schon viel früher am Ende“, so Elwis Capece.

Außerdem fordert die NGG Mannheim-Heidelberg einen „Rententopf für alle“: „Von der Rechtsanwältin bis zum Lebensmitteltechniker, von der Köchin, Kellnerin und Konditorin bis zum Arzt, Apotheker und Architekten – für alle muss es künftig eine Rentenkasse geben“, sagt NGG-Geschäftsführer Capece. Wichtig sei darüber hinaus, die Rente „finanziell auf solide Füße zu stellen“. Einer Aktienrente erteilt die NGG Mannheim-Heidelberg damit eine klare Absage: „Die gesetzliche Rente mit ihren Beiträgen, für die Beschäftigte hart gearbeitet haben, hat an der Börse nichts zu suchen. Sie darf nicht – in Aktienpakete verpackt – gehandelt werden“, so Capece. Auch das von CDU/CSU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz im Wahlkampf jetzt geforderte staatliche Aktien-Depot für Kinder sei nichts anderes als „der Beginn eines schleichenden Ausstiegs aus der gesetzlichen Rentenversicherung“.

Entscheidend für eine Rente, die zum Leben reicht, sei vor allem aber auch ein guter Lohn. Wer heute zum Mindestlohn arbeite, rutsche im Alter „schnurstracks in die Armut“. Aktuell gibt es nach Berechnungen, die das Pestel-Institut für die NGG gemacht hat, rund 37.000 Jobs in Mannheim, in denen die Menschen weniger als 15 Euro pro Stunde verdienen.

„So ein Niedriglohn ist nichts anderes als eine Armutsfalle fürs Alter“, sagt Capece. Ziel müsse es sein, mehr Jobs zu haben, in denen der Tariflohn gezahlt werde. Auch darum gehe es bei der Bundestagswahl. „Das Stichwort heißt: Bundestariftreuegesetz. Auch darauf warten viele Niedriglohn-Beschäftigte in Mannheim“, sagt Elwis Capece. Es gehe immerhin darum, dass bei öffentlichen Aufträgen künftig konsequent der Tariflohn gezahlt werde.

Das könnte Sie auch interessieren…

Denni Strich wird neues Mitglied der Geschäftsleitung

SV Waldhof Mannheim 07 verpflichtet Denni Strich als Leiter Marketing & Vertrieb Der SV Waldhof Mannheim 07 hat Denni Strich unter Vertrag genommen. Ab dem 1. Februar wird der ehemalige Zweitligaprofi seine Tätigkeit beim Traditionsverein aufnehmen und als...

Vincent Thill unterschreibt bei SV Waldhof

SV Waldhof verpflichtet luxemburgischen Nationalspieler Vincent Thill Der SV Waldhof Mannheim 07 hat den 25-jährigen Offensivspieler Vincent Thill unter Vertrag genommen. Zuletzt war Thill seit 2023 in Aserbaidschan für Sabah FK und Zira FK aktiv. Der variabel...

Auftakt von „Museum frei Haus“ 2026

Ungarische Lebensfreude im Museum: Auftakt von „Museum frei Haus“ 2026 Mit einem stimmungsvollen Workshop- und Tastingabend ist die Veranstaltungsreihe „Museum frei Haus“ erfolgreich in das Jahr 2026 gestartet. Unter dem Motto „Pápa erleben – Ein Abend ungarischer...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise

MaNa informiert