Mannheim/Heidelberg: Taschendiebe unterwegs auf Weihnachtsmärkten Tipps der Polizei für einen unbeschwerten Bummel

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Taschendiebstahl
Quelle: polizei-beratung.de
Taschendiebstahl
Quelle: polizei-beratung.de

Mannheim/Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis (ots) – Bald beginnen wieder die Weihnachtsmärkte und viele Menschen freuen sich schon darauf. Mit der Familie von Stand zu Stand bummeln, eine Tasse Punsch mit den Kolleginnen und Kollegen trinken – für viele gehört dieser vorweihnachtliche Marktbesuch zur Adventszeit einfach dazu. Leider ziehen diese Menschenansammlungen auch Taschendiebe besonders an. Das unübersichtliche Gedränge zwischen den Marktständen bietet ihnen gute Gelegenheit, unbemerkt zuzuschlagen. Um den Langfingern die Diebestour zu vermasseln, helfen die Tipps der Polizeilichen Kriminalprävention. Sie sind auf der Klappkarte „Schlauer gegen Klauer“ kurz zusammengefasst.

Trotz eines sehr erfreulichen Rückgangs um 24,5% bei angezeigten Taschendiebstählen im Bereich des Polizeipräsidiums Mannheim ist Vorsicht geboten. 2017 wurden 1.761 Taschendiebstähle zur Anzeige gebracht, gegenüber 2.333 Fällen in 2016. Die Tendenz der ersten zehn Monate des Jahres 2018 zeigt eine weitere Abnahme in diesem Deliktsfeld. Die Aufklärungsquote bei Taschendiebstählen sank von 12,4% im Jahr 2016 auf 9,1% im Jahr 2017.

Der Dezember bleibt auch weiterhin ein „attraktiver“ Monat für Taschendiebe. Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden allein im Dezember 2017 im Stadtkreis Mannheim 116 Fälle und im Stadtkreis Heidelberg 51 Fälle registriert. Im gesamten Rhein-Neckar-Kreis kam es im Dezember 2017 zu 20 Taschendiebstählen.

In der jährlichen Weihnachtszeit setzt das Polizeipräsidium Mannheim seine bewährten Präsenz- und Überwachungsmaßnahmen der letzten Jahre weiterhin fort. Insbesondere auf den größeren Weihnachtsmärkten in der Region werden verstärkt sowohl sichtbare als auch verdeckte Maßnahmen durchgeführt. Die jeweils bei den Polizeirevieren Mannheim-Oststadt und Heidelberg-Mitte ansässigen Ermittlungsgruppen „Unbarer Zahlungsverkehr“ (UBZ) unterstützen dabei die Revierkräfte und haben ein besonderes Augenmerk hinsichtlich der Bekämpfung des Taschendiebstahls. Für ihre Anliegen stehen den Bürgern zusätzlich der Container der Polizei auf dem Paradeplatz Mannheim bzw. die Sonderwache auf dem Bismarckplatz in Heidelberg als Anlaufstelle zur Verfügung.

„Die Taschendiebe suchen ganz gezielt die Enge auf den Märkten. Einer lenkt dann das Opfer ab, der Zweite stiehlt die Beute und ein Dritter nimmt das Diebesgut an sich und entschwindet damit im Gedränge“, sagt Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention. Innerhalb weniger Sekunden sind auf diese Art Brieftasche, Handy oder Kreditkarten verschwunden. Die Diebe sind meist nur schwer ausfindig zu machen, wenn sie nicht gerade auf frischer Tat ertappt werden – zumal die Opfer den Verlust häufig erst später bemerken und darum auch keinen Täter beschreiben können. Beliebt ist auch der Drängel-Trick: Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und dadurch eine umgehängte Tasche oder die in der Manteltasche befindliche Geldbörse quasi „griffbereit“ anbietet. Eine weitere immer wieder erfolgreiche Masche der Diebe ist, die Kleidung des potenziellen Opfers angeblich „versehentlich“ mit Ketchup, Senf oder einer Flüssigkeit zu beschmutzen, um durch den anschließenden Reinigungsversuch vom Diebstahl der Wertsachen abzulenken.

Manchmal lassen sich Taschendiebe schon am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute (z.B. Hand- oder Umhängetasche).

Damit Sie den Bummel über den Weihnachtsmarkt unbeschwert genießen können, gibt Ihnen die Polizei folgende Tipps:

– Nehmen Sie nur so viel Bargeld und Zahlungskarten mit, wie Sie tatsächlich benötigen.
– Tragen Sie Geld, Zahlungskarten, Papiere und andere Wertgegenstände immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.
– Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper.
– Achten Sie gerade in einem Gedränge verstärkt auf Ihre Wertsachen. Werden Sie misstrauisch, wenn Sie plötzlich angerempelt oder „in die Zange“ genommen werden.
– Wenn es doch zum Diebstahl gekommen ist und Ihnen Ihre Zahlungskarte entwendet wurde, lassen Sie diese sofort mit dem Sperrnotruf 116 116 sperren. Wenn sich Ihre Bank diesem Notruf nicht angeschlossen hat, wenden Sie sich direkt an Ihr Kreditinstitut.
– Damit Ihre Debitkarte (z.B. girocard, früher EC-Karte) auch für das elektronische Lastschriftverfahren gesperrt werden kann, für das Sie lediglich eine Unterschrift brauchen, müssen Sie den Verlust bei der Polizei melden. Erst dann wird die Karte beim Bezahlen in Geschäften auch im Lastschriftverfahren abgelehnt.

Weitere Informationen gibt es auf der Klappkarte „Schlauer gegen Klauer“ mit Piktogrammen und allen wichtigen Telefon- und Sperrnummern von Debit- und Kreditkarten. Die Klappkarte ist kostenlos bei jeder (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle erhältlich oder kann unter http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/medienangebot-details/detail/23.html heruntergeladen werden.

Für Journalisten gibt es eine Infografik zum Taschendiebstahl mit Zahlen, Daten und Fakten. Diese kann im Internet heruntergeladen und kostenlos abgedruckt werden: http://www.polizei-beratung.de/presse/infografiken.html.

Die Klappkarte „Schlauer gegen Klauer“ enthält neben den Tipps auch einen Notfallpass zum Heraustrennen mit allen wichtigen Telefon- und Sperrnummern von Debit- und Kreditkarten sowie eine Checkliste mit Sofortmaßnahmen für Opfer und Zeugen, damit diese nach einem Diebstahl richtig reagieren können. Die Klappkarte ist kostenlos bei jeder (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstelle erhältlich oder kann unter http://www.polizei-beratung.de/medienangebot/medienangebot-details/detail/23.html heruntergeladen werden.

PROFIL PROGRAMM POLIZEILICHE KRIMINALPRÄVENTION

Das Programm Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK) verfolgt das Ziel, die Bevölkerung, Multiplikatoren, Medien und andere Präventionsträger über Erscheinungsformen der Kriminalität und Möglichkeiten zu deren Verhinderung aufzuklären. Dies geschieht unter anderem durch kriminalpräventive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und durch die Entwicklung und Herausgabe von Medien, Maßnahmen und Konzepten, welche die örtlichen Polizeidienststellen und andere Einrichtungen, zum Beispiel Schulen, in ihrer Präventionsarbeit unterstützen.

Quelle: Polizeipräsidium Mannheim


Weitere Polizeiberichte aus Wiesloch, Walldorf und der Umgebung
in unserer Rubrik: Blaulicht

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