Mein Hobby Der Trödeltrupp

Viele kennen die Dokumentationsserie Der Trödeltrupp. Das Geld liegt im Keller. Seit mehreren Jahren flimmert diese Serie bei RTL2 über den Bildschirm. Immer wieder kommen Trödelexperten zu Familien und versuchen ihr Haus von altlasten zu befreien und damit Geld zu machen.

Dies geschieht in den meisten Fällen nicht ohne freiwillige Helfer. Die Helfer räumen alles aus und sortieren alles aus.

Eines Tages fand ich in einer Anzeige, das in meiner nähe freiwillige Helfer gesucht werden.

Da ich die Serie schon kannte und ich schon immer mal dabei sein wollte, meldete ich mich einfach mal an.


So kam es, das ich meinen ersten Dreh mit dem Trödeltrupp in Landau / Pfalz hatte. Da gab es einiges zu räumen an diesem Tag. Und mit den Emotionen der Familie, sie hatten ein paar Monate vorher ihre Mutter verloren, musste man lernen umzugehen, was oft nicht leicht war. Ich lernte bei diesem Dreh auch nette Menschen kennen, die auch einmal hinter die Kulissen des Trödeltrupps schauen wollten. Nach dem dieser Tag vorbei war und ich wieder zur Ruhe kam, begann ich darüber nach zu Denken, was da so alles war.

Die sorgen der Familie nach dem Tod ihrer Mutter, das trennen von den Andenken an die vergangene Zeit. Es war herzzerreisend was ich an diesem Tag mit dem Trödeltrupp erlebt hatte. Ich beschloss einfach, dass ich weiter mache und als Helfer beim Trödeltrupp mitarbeite. Meine Freunde und Familie hielt mich für Verrückt. Wie kann man nur fremden Menschen die Wohnungen räumen und nichts dafür bekommen. Aber darum ging es mir nicht. Mir ging es in erster lienie darum, etwas gutes zu tun. Es hört sich etwas verrückt an, aber ich war schon mein ganzes Leben so eingestellt und es tat mir immer gut anderen Menschen Helfen zu können.

Da der Trödeltrupp in ganz Deutschland unterwegs ist, hatte ich mich auf die Region Mannheim, Heidelberg, Karlsruhe konzentriert. Ich war einige male im Einsatz mit dem Trödeltrupp in dieser Region und da hat man immer neue familien und deren Sorgen kennen gelernt. So war ich auch einmal in Mannheim Seckenheim im Einsatz.

Die Familie hatte ihr Haus verkaufen müssen und die Hauseigentümerin konnte sich von nichts trennen. Das war ein interesanter Einsatz, denn da konnte man sehen wie jemand nicht los lassen kann. Egal was wir ausräumten, sie wollte es nicht Entsorgen oder Verkaufen. Selbst an Müll und defekten Möbelstücken hilt diese Dame fest. Es war egal wo wir tätig wurden, jeder Einsatz war anders. Das schöne an diesen Einsätzen war aber immer wieder das selbe, es machte spaß den Familien zu Helfen und man lernte immer neue helfer und Menschen kennen, wo sich mit der Zeit auch gute und schöne Freundschaften entwickelten.

TrödeltruppMan lernte mit der Zeit auch die Experten näher lernen und auch hier entwickelte sich eine gewisse Freundschaft. Die Experten Mauro, Sükrü, Otto und Andy hatten sehr viel Einfühlsvermögen mit den Familien und gingen mit uns Helfer immer freundschaftlich um. Es machte immer sehr viel Spaß mit ihnen gemeinsam im Einsatz zu sein. Es gaben sehr viele lustige Szenen bei den Drehs und sie sind auch immer für jeden Spaß bereit.

Mit der Zeit kam es wie es kommen sollte, man wurde auf der Straße erkannt, obwohl man es nicht wollte. Immer öfters kam es vor, das man von fremden Leuten angesprochen wurde, was mir persönlich etwas unangenehm war. Auch vor der Kamera zu stehen, war am anfang etwas unangenehm aber mit der Zeit merkte man nicht mehr, dass man gefilmt wurde. Das ganze Kamerateam, war bestrebt, uns unsere Arbeit so angenehm wie nur möglich zu machen und waren auch immer sehr nett zu uns.

Wir hatte einen Dreh in Heiligkreutzsteinach bei Heidelberg, an den werde ich mich immer gerne erinnern. Da mussten wir mehrer Szenen immer und immer wieder neu drehen und hatte viele Drehs die wir nicht wiederholen konnten, da sie einmalig waren. Otto, der leidenschaftlich gerne Bagger fährt, war bei diesem Einsatz für den Bagger zuständig und man sah es ihm an, das er mit Leidenschaft Bagger fährt.

Alle Dreharbeiten die ich in all den Jahren, die ich mit dem Trödeltrupp gedreht hatte waren auf ihre Art und Weise schön und es hat auch immer wieder Spaß gemacht dabei sein zu dürfen. Keinen Tag würde ich missen wollen, den ich mit den Trödelexperten verbringen durfte und weiterhin werde.

Viele Gespräche habe ich mit Leuten geführt, die immer behaupten das wäre alles nur Show und das würde so nicht stimmen was wir da tun, aber ich kann aus meiner Erfahrung sagen, das ist alles Real was da geschieht.

Klar für manche Menschen, die diese Sendung nur im Fernsehen verfolgen, können nicht das sehen was wir sehen. Eines ist aber gewiss, alles was in die Container flog, ist Abfall. Der Zuschauer zu Hause kann es nicht sehen, wie verschimmelt mansche Gegenstände sind oder wie kaputt sie sind. Nichts wird ohne Grund in die Container geworfen.

Was man Verkaufen kann, wird aussortiert und gereinigt, was aber nicht mehr Verwertbar ist, kommt weg und wird Entsorgt. Es ist schon eine menge Arbeit wenn man bei einem Dreh dabei ist, aber wenn man die Hindergründe jeder Familie oder einzelnen Personen sieht, dann macht man diese Arbeit mit Herz und Leidenschaft.

Mein Wunsch wäre es, das es noch mehr freiwillige Helfer geben würden, die uns beim Ausräumen für den Trödeltrupp unterstützen würden und dabei eine gute Tat vollbringen.

Ich selbst werde sollange es die Sendung „Der Trödeltrupp. Das Geld liegt im Keller“ gibt, weiter machen und die Experten vom Trödeltrupp unterstützen.

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