Sanierung der Stadthalle: Regierungspräsidium erteilt Baugenehmigung

Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat die Baugenehmigung zur Sanierung der Heideberger Stadthalle erteilt. Die „gute Stube“ wird im Inneren umfassend saniert und erfüllt künftig die Anforderungen an ein modernen Konzert- und Kulturhaus.

Die Heidelberger Stadthalle wird im Inneren umfassend saniert. Hier ein Archivbild vor Beginn der Bauarbeiten.

(zg) Durch die Sanierung entsteht unter anderem eine erheblich verbesserte Konzertsituation für Publikum und Künstler. „Wir freuen uns alle sehr, dass die Baugenehmigung für die Sanierung der Stadthalle jetzt vorliegt“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner: „Alle Beteiligten haben in den vergangenen Monaten sehr konzentriert und konstruktiv zusammengearbeitet. Es ist gelungen, für alle Anforderungen eine gute Lösung zu finden. Auch Bedenken von Kritikern sind in den Prozess eingeflossen, wurden mit großer Sorgfalt geprüft und auch mit verschiedenen Lösungsansätzen aufgegriffen. Für die gute Zusammenarbeit möchte ich allen Beteiligten herzlich danken. Wir alle können uns freuen, dass nun die Hauptarbeiten der Sanierung beginnen können.“

Mathias Schiemer, Geschäftsführer von Heidelberg Marketing, ergänzt: „Die Erteilung der Baugenehmigung ist insbesondere auch für alle Nutzerinnen und Nutzer der Stadthalle eine sehr gute Nachricht. Sie wollen so schnell wie möglich wieder in ,ihre‘ Stadthalle zurückkehren. Dafür sind wir jetzt einen wichtigen Schritt vorangekommen. Die sanierte Stadthalle wird sich in Zukunft optimal mit dem neuen Konferenzzentrum ergänzen – ganz nach dem Motto: Tagsüber tagen in der Bahnstadt, abends zum Empfang in die Stadthalle.“

Das Regierungspräsidium hat nach eingehender Abstimmung mit allen beteiligten Fachbehörden, der Theater- und Orchesterstiftung als Bauherrin und der Stadt Heidelberg die baurechtlichen Weichen für das kulturelle Großprojekt gestellt. Durch die Beteiligung des Landesamtes für Denkmalpflege wurde sichergesellt, dass die Maßnahmen auch unter besonderer Berücksichtigung des Denkmalschutzes zugelassen werden können. Das Regierungspräsidium hat hierzu eine Liste von 29 Vorgaben festgehalten, die die Beteiligten im Zuge des Genehmigungsverfahrens abgestimmt haben. 

Ein hydrogeologisches Gutachten kam zu dem Ergebnis, dass durch das Vorhaben keine Aufstaueffekte des Grundwassers zu erwarten sind, die sich auf Nachbargebäude auswirken. Dieses Gutachten ist auch Grundlage für das derzeit noch bei der unteren Wasserbehörde der Stadt Heidelberg laufende Verfahren zur Erteilung der wasserrechtlichen Erlaubnis. Diese ist erforderlich für Baumaßnahmen im Grundwasserbereich.

So geht es weiter

Die nächsten Schritte bei der Sanierung der Stadthalle sind bereits vorbereitet: Die Planungen sehen zunächst den Abbau des nichthistorischen Rondells am Montpellierplatz mitsamt der alten Technik vor, die Vorbereitung der Arbeiten zur Technikzentrale sowie weitere Rohbauarbeiten im Inneren der Stadthalle, insbesondere den Rückbau im Keller. Ziel ist es, mit den nächsten Schritten Anfang des neuen Jahres zu starten.

Die Sanierungsarbeiten sind in den vergangenen Monaten bereits mit Teilbaugenehmigungen so weit wie möglich vorangeschritten: Die Stadthalle ist entkernt. Bühne, Bühnenvorhang, Bodenbeläge und die Orgel im Großen Saal sind ebenso ausgebaut wie technische Einrichtungen und Aufzüge, Stühle und Bodenbeläge auf der Empore sowie Deckenverkleidungen.

Die Bauzeit beträgt voraussichtlich zweieinhalb Jahre. Die umfassende Sanierung der Stadthalle ist dank der großzügigen Unterstützung von Wolfgang Marguerre mit seiner Familie und seinem Unternehmen Octapharma möglich.

Das ist geplant

Der Einbau der Hubböden ermöglicht es künftig, den Großen Saal mit ansteigenden Sitzreihen anzuordnen und Besucherinnen und Besuchern ein neues Sicht- und Klangerlebnis zu bieten. Zugleich kann der Saal weiterhin mit ebenem Parkett, etwa für Tanzveranstaltungen und Bälle, genutzt werden. Der Säulengang (Portikus) zum Neckar hin wird verglast und wieder genutzt. Die Stadthalle wird behindertengerecht umgebaut: Ein neuer Aufzug schafft einen barrierefreien Zugang für Rollstuhlfahrer in den Großen Saal, zu weiteren Räumen und zur Garderobe. Die Infrastruktur mit Stromleitungen, Beleuchtung, Technik, Brandschutz und Lüftungsanlage wird grundsätzlich erneuert. Unterhalb des Montpellierplatzes entsteht eine Technikzentrale. Dadurch gibt es ausreichend Platz im Keller der Stadthalle unter anderem für neue Garderoben für das Personal sowie die Künstlerinnen und Künstler.

Mehr Infos rund um die Sanierung gibt es im Internet unter www.stadthalle.heidelberg.de.

Quelle: Stadt Heidelberg

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