Die IT-Abteilungen in Unternehmen werden dauerhaft auf Trab gehalten. Mit dem Tempo, mit dem die Digitalisierung voranschreitet, ist es gar nicht so einfach, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben. Das ist aber unverzichtbar. Mit den zahlreichen neuen Möglichkeiten durch immer intelligentere Technologie kommen schließlich auch Risiken. Um wirklich effektive Sicherheitskonzepte zu installieren, müssen die Verantwortlichen eine digitale Infrastruktur schaffen, bei der verschiedene Bereiche automatisch zusammenarbeiten. Das Internet der Dinge und die damit verbundenen Chancen und Risiken rücken dabei immer mehr in den Fokus.
Das IoT als Sicherheitskonzept
Vereinfacht gesagt, beschreibt der Begriff Internet der Dinge die Verknüpfung verschiedener Geräte, die in einem Datennetzwerk automatisch miteinander kommunizieren und Daten austauschen können. Beim Thema Sicherheit ist dieses Konzept besonders bei der Überwachung interessant. Moderne Überwachungskameras mit KI können im Netzwerk miteinander verbunden werden, wodurch ein effektiverer Überblick über die Geschehnisse auf einem Firmengelände möglich wird. Die IT-Infrastruktur ist dabei entscheidend, um die Datenströme in Echtzeit zu bündeln und auszuwerten. Die KI-Kameras können das Aufgenommene mithilfe von KI nämlich sofort eigenständig analysieren, verdächtige Muster erkennen und direkt automatisierte Sicherheitsprotokolle auslösen.
Die Schattenseiten des IoT
Es ist fast ein wenig paradox: Auf der einen Seite ermöglicht die Vernetzung verschiedener Geräte eine erhöhte Sicherheit, wie das Beispiel moderner Überwachungskameras zeigt. Der Ansatz rückt damit von einer rein reaktiven Sicherheit hin zu einem präventiven Stil, indem potenzielle Gefahren oder Unregelmäßigkeiten automatisch erkannt und gemeldet werden. Dadurch, dass sie kabellos Daten austauschen, entsteht aber auch ein potenzieller digitaler Angriffspunkt. Es ist daher an den IT-Abteilungen, dass sie das digital gestützte Sicherheitskonzept wiederum vor Cyberkriminalität schützen. Häufig reicht nämlich ein gezielter Angriff auf ein einzelnes Gerät, um sich dann lateral durch die digitale Infrastruktur des Unternehmens bewegen zu können, wodurch im schlechtesten Fall sensible Unternehmensdaten in Gefahr geraten könnten.
Die Zeiten, in denen man sich mit gutem Gewissen allein auf eine Firewall als eine Art virtuelle Burgmauer verlassen kann, sind längst vorbei. Mittlerweile ist es ebenso wichtig, dass die Elemente, die sich hinter der Firewall befinden, ebenfalls fortlaufend kontrolliert werden. Aus diesem Grund ist es auch so wichtig, dass innerhalb eines Unternehmens klare Regeln zur Implementierung von IoT-Technologie gesetzt und kommuniziert werden. Wenn Abteilungen ohne Rücksprache mit den Zuständigen der IT-Sicherheit IoT-Systeme installieren, kann das die digitale Sicherheitsstruktur des gesamten Unternehmens betreffen. Mit immer mehr Hackerangriffen, ist es wichtig, dass die Sicherheitsinfrastruktur lückenlos funktioniert.
Damit die IoT-Sicherheitskonzepte wie Überwachungskameras auch wirklich auf Dauer sicher ihren Dienst erfüllen können und nicht selbst zum Sicherheitsproblem werden, sind regelmäßige Wartungen und Updates der Software erforderlich.
So wird das IoT sicher gehalten
Damit die IoT-Systeme nicht zu Gefahrenherden werden, gibt es einige grundlegende Eigenschaften und Maßnahmen. Generell wird heute in aller Regel auf das sogenannte Zero-Trust-Konzept gesetzt. Bei diesem muss sich jedes Gerät eindeutig gegenüber dem Netzwerk identifizieren, ehe Daten versendet oder erhalten werden können.
Ein häufiger Irrglaube ist, dass sich IoT-Technologie im WLAN des Unternehmens bewegt. Tatsächlich haben die Geräte aber ihr eigenes Netzwerk, welches getrennt vom WLAN-Netzwerk agiert.
Mittlerweile wird auch mit automatisierter KI-Überwachung der Geräte selbst gearbeitet. Das bedeutet, dass künstliche Intelligenz das Verhalten der Geräte kontrolliert und überprüft, wohin die Daten der Sensoren gesendet werden. Werden Daten plötzlich ohne ersichtlichen Grund an einen völlig neuen Ort versendet, könnte ein Cyberangriff der Grund sein.
Fazit
Die Verbreitung der IoT-Lösungen hat für eine Veränderung gesorgt, wie Sicherheit gedacht wird. Unternehmen können damit ein umfangreiches Sicherheitskonzept auf die Beine stellen, welches sogar weitgehend autonom funktioniert. Für präventive Sicherheitsstrategien ein großer Schritt, da problematische Vorgänge weit schneller erkannt werden können, als es der Fall wäre, wenn ein Mensch manuell das stundenlange Filmmaterial der Überwachungskameras sichten müsste. Dass dieses Potenzial des IoT effektiv genutzt wird und in Zeiten hoher Cyberkriminalität keine neuen Sicherheitsbedenken aufwirft, setzt eine gute Planung und Instandhaltung der zuständigen IT-Abteilungen voraus.












