Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mannheim hat das Amtsgericht Mannheim Haftbefehle gegen einen 23-jährigen polnischen sowie einen 24-jährigen deutschen Tatverdächtigen erlassen. Ihnen wird unter anderem unerlaubter Handel mit Betäubungsmitteln und Cannabis in mehreren Fällen vorgeworfen.
Nach bisherigen Ermittlungen sollen sich die beiden Männer spätestens Ende Oktober 2025 zusammengeschlossen haben, um im Raum zwischen Darmstadt und dem Rhein-Neckar-Gebiet mit Drogen zu handeln. In Laudenbach sollen sie dafür sogar Werbezettel in polnischer Sprache verteilt haben, auf denen für ihr illegales Angebot geworben wurde. Zwischen Dezember 2025 und Februar 2026 sollen die Beschuldigten anschließend in Weinheim mehrfach Kokain, Haschisch und Marihuana verkauft haben.
Durch umfangreiche Ermittlungen der Kriminalpolizeidirektion Heidelberg in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Mannheim konnten die beiden Verdächtigen identifiziert und lokalisiert werden. Am 21. Mai 2026 erfolgte schließlich die Festnahme durch Einsatzkräfte des Polizeipräsidiums Mannheim, des Polizeipräsidiums Einsatz sowie der Kriminalpolizei Südhessen.
Bei den anschließenden Wohnungsdurchsuchungen stellten die Ermittler unter anderem rund 80 Gramm Kokain, etwa 170 Gramm Methamphetamin sowie mindestens zwei Kilogramm Cannabis sicher. Zudem wurden Bargeld im vierstelligen Bereich, 18 Stangen unversteuerter Zigaretten und zwei Schreckschusswaffen gefunden.
Die beiden Männer wurden am 22. Mai 2026 dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser setzte die Haftbefehle in Vollzug. Anschließend kamen die Tatverdächtigen in unterschiedliche Justizvollzugsanstalten.
Die Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei dauern weiterhin an.












