„Spiel in den Mai“ begeistert Generationen in der Stadtbibliothek – Spieleentwickler gibt Einblicke hinter die Kulissen
Rund 30 Spielebegeisterte aller Altersgruppen haben am 30. April in der Stadtbibliothek ein ungewöhnliches „Tanz-in-den-Mai“-Alternativprogramm erlebt: Unter dem Motto „Spiel in den Mai“ stand das gemeinsame Entdecken, Testen und Diskutieren von Brettspielen im Mittelpunkt. Gast des Abends war Prof. Dr. Carsten Rohlfs, Pädagogikprofessor und leidenschaftlicher Spieleentwickler.
Rohlfs nahm die Teilnehmenden mit auf eine Reise durch den komplexen Entstehungsprozess moderner Brettspiele. Von der ersten Idee bis zur Veröffentlichung sei es ein langer Weg, betonte er. Nur ein kleiner Teil aller Spielideen schaffe es tatsächlich auf den Markt. In seinem Vortrag skizzierte er die Entwicklung in zehn Schritten – von der Konzeption über Spielmechaniken wie Punktesysteme und die Vermeidung von Wartezeiten bis hin zur finalen Produktion.
Besonders anschaulich wurden seine Einblicke durch Anekdoten aus der Testphase: Immer wieder müssten sein Sohn und dessen Freunde als „Testspieler“ herhalten, um Schwachstellen in frühen Prototypen aufzudecken.
Im praktischen Teil des Abends wurde die Bibliothek selbst zur Spielwerkstatt. Rohlfs brachte neben seinen veröffentlichten Spielen auch 15 unveröffentlichte Prototypen mit, die von den Gästen direkt ausprobiert und bewertet werden konnten. Das unmittelbare Feedback aus dem Publikum sei für die Weiterentwicklung besonders wertvoll, so der Spieleentwickler.
Das Format erwies sich dabei als generationenübergreifender Erfolg: Kinder, Jugendliche und Seniorinnen und Senioren spielten gemeinsam, diskutierten Regeln und entwickelten Strategien. Die Stadtbibliothek sprach im Anschluss von einer lebendigen und offenen Atmosphäre, in der deutlich wurde, wie gut Spiele Menschen verbinden können.
Aufgrund der positiven Resonanz ist bereits eine Wiederholung der Veranstaltung geplant.
Foto: Stadt Schwetzingen












