Südwestindustrie im Juni 2020: Corona-bedingter Umsatzeinbruch schwächt sich deutlich ab

Umsatzeinbruch im Juni bei nur noch 3,6 % gegenüber Vorjahr – moderater Beschäftigungsabbau von 0,3 % gegenüber Vormonat

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Symbolfoto: Buchner

Nach vorläufiger Feststellung des Statistischen Landesamtes beschäftigten die Industriebetriebe1 in Baden-Württemberg im Juni 2020 rund 1,166 Millionen (Mill.) Personen und damit 34 000 Beschäftigte weniger als im Juni des Vorjahres (−2,8 %). Gegenüber dem Vormonat Mai ging die Zahl der Industriebeschäftigten um 3 600 Personen (−0,3 %) zurück. Damit hat sich der bereits vor dem nationalen Shutdown eingeleitete moderate Beschäftigungsabbau nochmals leicht abgeschwächt. Insgesamt waren im ersten Halbjahr 2020 durchschnittlich 1,179 Mill. Personen in der Südwestindustrie tätig und damit 21 400 weniger als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2019 (−1,8 %).

Im Juni 2020 erzielte die Südwestindustrie nach vorläufigen Angaben einen Umsatz von nominal 25,9 Milliarden (Mrd.) Euro. Im Vergleich zum ungewöhnlich schwachen Juni des Vorjahres bedeutet dies ein Umsatzminus von nur noch 1,0 Mrd. Euro (−3,6 %). Im April 2020 lag der Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat noch bei 10,3 Mrd. Euro (−35,1 %) und im Mai bei 9,3 Mrd. Euro (−30,4 %). Insgesamt erzielten die Industriebetriebe im ersten Halbjahr einen Umsatz von 151,5 Mrd. Euro und somit einen Umsatzrückgang von 21,4 Mrd. Euro (−12,4 %) zum entsprechenden Vorjahresergebnis. Zum Umsatzminus trug das Auslandsgeschäft etwas stärker bei als das Inlandsgeschäft. Der Auslandsumsatz ging um 12,8 Mrd. Euro (−13,0 %) auf 85,5 Mrd. Euro und der Inlandsumsatz um 8,5 Mrd. Euro (−11,5 %) auf 66,0 Mrd. Euro zurück. Die Exportquote der Südwestindustrie lag im ersten Halbjahr 2020 (56,4 %) leicht unter dem Vorjahreswert (56,9 %).

Die korrespondierenden Bundesergebnisse werden vom Statistische Bundesamt am 17.08.2020 unter www.destatis.de veröffentlicht.

1Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 50 Beschäftigten. Neben den Industriebetrieben zählen dazu auch verarbeitende Handwerksunternehmen ab 50 Beschäftigte.

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