Vorgetäuschter Autokauf endet mit Raub, Verfolgungsfahrt und Fahrzeugbrand
Ein vermeintlicher Autoverkauf ist in der Nacht zum 24. Juni in Mannheim-Seckenheim in einem schweren Raubdelikt geendet. Zwei junge Männer sollen einen 55-jährigen Fahrzeughalter bei einem Treffen zum Verkauf seines Mercedes AMG angegriffen haben. Einer der Tatverdächtigen flüchtete anschließend mit dem Wagen, verunglückte wenig später und wurde nach einer Fahndung festgenommen.
Nach Angaben der Polizei hatte sich der 55-Jährige gegen 0.30 Uhr in der Seckenheimer Hauptstraße mit zwei Kaufinteressenten im Alter von 17 und 21 Jahren verabredet. Während die beiden zunächst vorgaben, den Mercedes erwerben zu wollen und Fotos des Fahrzeugs machten, griffen sie den Verkäufer plötzlich von hinten an und schlugen auf ihn ein.
Der 55-Jährige versuchte sich mit Pfefferspray gegen den Angriff zu wehren. Dennoch gelang es den Tatverdächtigen, den Fahrzeugschlüssel an sich zu bringen. Eine zufällig vorbeifahrende Streife des Polizeireviers Ladenburg wurde auf die Situation aufmerksam und konnte ein weiteres Einwirken auf das Opfer verhindern.
Während der 17-Jährige noch am Tatort vorläufig festgenommen werden konnte, hatte sich der 21-Jährige bereits hinter das Steuer des Mercedes gesetzt und den Motor gestartet. Bei seiner Flucht streifte er einen Polizeibeamten am Unterarm und verletzte diesen leicht.
Eine Streifenbesatzung des Polizeireviers Schwetzingen nahm umgehend die Verfolgung auf. Auf der Landesstraße 597 erreichte der Flüchtige nach Polizeiangaben Geschwindigkeiten von bis zu 180 Stundenkilometern. Aufgrund des hohen Tempos verloren die Beamten den Wagen zeitweise aus den Augen.
Kurze Zeit später entdeckten Einsatzkräfte den Mercedes in einem Waldstück nahe der L 597. Das Fahrzeug war verunfallt und stand in Flammen. Der Fahrer hatte sich bereits vom Unfallort entfernt. Im Zuge der Fahndung konnte der 21-Jährige jedoch unweit des brennenden Fahrzeugs in einem Grünstreifen aufgegriffen und festgenommen werden. Er erlitt bei dem Unfall leichte Verletzungen.
Der 55-jährige Fahrzeugbesitzer wurde bei dem Überfall schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr bestand nach Angaben der Polizei nicht.
Der entstandene Sachschaden am Mercedes AMG wird auf rund 25.000 Euro geschätzt.
Die weiteren Ermittlungen hat das Kriminalkommissariat Mannheim übernommen. Gegen die beiden Tatverdächtigen wird unter anderem wegen des Verdachts des Raubes sowie der Teilnahme an einem verbotenen Kraftfahrzeugrennen ermittelt.












