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Viele Bäume durch Trockenschäden nicht mehr stand- und bruchsicher – Kreisforstamt ruft zu erhöhter Vorsicht beim Waldbesuch auf

1. November 2019 | Leitartikel, Metropolregion, Natur & Umwelt

Foto Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis): Trockenheit lässt Buchen absterben: Gefahr für Waldbesucherinnen und –besucher durch nicht mehr stand- und bruchsichere Bäume.

„Die Berichterstattung der vergangenen Wochen hat eines sehr deutlich gezeigt: das trocken-heiße Wetter der Sommer 2018 und 2019 und der niederschlagsarme Winter dazwischen haben deutliche Schäden in den Wäldern hinterlassen“, informiert der Leiter des Kreisforstamtes im Rhein-Neckar-Kreis, Manfred Robens. Dabei konnten längst nicht alle angeschlagenen oder bereits abgestorbenen Bäume gefällt werden. Vielerorts müssen die Försterinnen und Förster priorisieren: zuerst werden die Bäume gefällt, die entlang öffentlicher Verkehrswege, angrenzend an Bebauung oder im Bereich von Erholungseinrichtungen wie Waldfestplätzen oder Spielplätzen die Verkehrssicherheit gefährden. Anschließend werden von Schädlingen befallene Bäume gefällt und möglichst aus dem Wald abtransportiert. So lässt sich die weitere Ausbreitung von Borkenkäfern vermeiden.

 

„Überall in den Wäldern stehen allerdings noch Bäume, die ganz oder in Teilen abgestorben sind. Durch Wind, starken Niederschlag oder sogar ganz ohne erkennbaren äußeren Einfluss können sich dürre Äste lösen und herunterbrechen. Bei stärker geschädigten Bäumen kann auch der Stamm oder das Wurzelwerk versagen.“, erläutert Manfred Robens weiter. Das Kreisforstamt weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass das Betreten des Waldes, auch auf den festen Wegen, auf eigene Gefahr erfolgt. Zusammenbrechende oder umstürzende Bäume im Wald oder an Waldwegen gelten als waldtypische Gefahren.

 

„Wir bitten um Verständnis, dass wir die Schäden erst nach und nach aufarbeiten werden. Wegen der Vielzahl der Schäden kann auch nicht jeder Weg zeitnah freigeräumt werden. Vor allem in Laubbaumbeständen mit Dürrholz in den Kronen kann nur in Ausnahmefällen vor dem Laubfall gearbeitet werden. Die Risiken für die Forstwirte durch herabstürzende Äste sind hier schlicht zu hoch. Deshalb appelliere ich an alle Waldbesucher vorsichtig zu sein und Bereiche mit absterbenden Ästen in den Baumkronen zu meiden – besonders bei den kommenden Herbststürmen.“, so Robens. „Wo es die Umstände zulassen, werden wir die Bäume allerdings als Totholz stehen lassen. Sie können dann als Lebensraum für Insekten, Fledermäuse oder höhlenbrütende Vögel dienen.“

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