Vom Umgang von Stadt und Museen mit dem kolonialen Erbe

Podiumsdiskussion in den Reiss-Engelhorn-Museen  

Am Dienstag, den 4. Oktober 2022 laden die Reiss-Engelhorn-Museen und der Arbeitskreis Kolonialgeschichte Mannheim um 18 Uhr zu einer Podiumsdiskussion ein. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Positionen zum Umgang mit der kolonialen Vergangenheit. Wie soll mit Kulturgütern aus ehemaligen Kolonien verfahren werden, die in den Reiss-Engelhorn-Museen verwahrt werden? Was können die Museen, was kann die Stadt Mannheim tun? Welche Kontroversen bestehen? Eine Experten-Runde aus den Bereichen Museum und Forschung sowie Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz nehmen sich diesen und weiteren Fragen an. Die Veranstaltung findet im Anna-Reiß-Saal im Museum Weltkulturen D5 statt. Der Eintritt ist frei.

Die Stadt Mannheim kaufte bzw. übernahm insbesondere seit Anfang des 20. Jahrhunderts für ihr Museum Kulturgüter aus aller Welt. Darunter befanden sich auch solche aus Kolonien, die sich Kaufleute, Soldaten, Forschungsreisende und Missionare unter fragwürdigen Bedingungen angeeignet hatten. Die damals kolonialisierten Völker fordern seit Jahrzehnten die Rückgabe besonders bedeutsamer Kulturgüter. Für die betroffenen Gemeinschaften geht es um die Wiederaneignung ihrer kulturellen Identität und Erinnerungskultur.

Die Podiumsdiskussion widmet sich dem Umgang mit dieser schweren historischen Bürde und internationalen Herausforderung. Die Gesprächspartner sind Dr. Richard B. Tsogang Fossi vom Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik an der TU Berlin, Dr. Sarah Nelly Friedland, Direktorin der Reiss-Engelhorn-Museen, Dr. Bernhard Gißibl vom Leibniz-Institut für Europäische Geschichte Mainz, Dr. Peter Kurz, Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Vera Marusic vom Rautenstrauch-Joest-Museum Köln sowie Margarete Würstlin vom Arbeitskreis Kolonialgeschichte Mannheim. Die Moderation übernimmt Prof. Dr. Manfred Loimeier vom Mannheimer Morgen.

Für hörgeschädigte Menschen steht an diesem Abend eine mobile Induktionsanlage zur Verfügung, die entweder mit Kopfhörer oder Induktionsschlinge genutzt werden kann.

Quelle: Reiss-Engelhorn-Museen

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