Waffen- und Messerverbotszone in Mannheim wird verlängert und verschärft
Die in Teilen der Mannheimer Innenstadt seit Dezember 2023 geltende Waffen- und Messerverbotszone wird nach Angaben der Stadtverwaltung um weitere zwei Jahre verlängert. Die Maßnahme bleibt damit bis zum 31. Mai 2028 in Kraft und soll weiterhin zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit beitragen.
Nach Einschätzung der Verwaltung habe sich die Verbotszone bewährt. Gemeinsam mit dem Polizeipräsidium Mannheim wurde zudem eine inhaltliche Anpassung beschlossen: Ab dem 1. Juni sollen grundsätzlich alle Messer unter das Verbot fallen – unabhängig von Klingenlänge oder Bauart.
Bürgermeister und Sicherheitsdezernent Dr. Volker Proffen betont, die Regelung sende eine klare Botschaft: „Alle Messer sind verboten“. Ziel sei es, potenzielle Täter abzuschrecken und Straftaten im öffentlichen Raum zu verhindern.
Kontrollen und Ergebnisse
Seit Einführung der Verbotszone wurden mehrere Verstöße festgestellt. Im Zeitraum Dezember 2023 bis Februar 2026 wurden unter anderem 19 Messer sowie vier Schreckschusswaffen bei Kontrollen entdeckt. Insgesamt kam es zu mehreren Ordnungswidrigkeits- und Strafverfahren, bei denen auch weitere Waffen und Messer sichergestellt wurden.
Die Stadt bewertet die Kontrollen als wirksam, da verbotene Gegenstände aus dem Verkehr gezogen und potenzielle Gefahren reduziert werden konnten.
Geltungsbereich und Zeiten
Die Verbotszone bleibt räumlich unverändert und umfasst weiterhin:
- die gesamte Innenstadt
- den Jungbusch
- die Kurpfalzbrücke
- Teile der Neckarstadt
Zeitlich gilt sie weiterhin:
- freitags 18:00 Uhr bis sonntags 06:00 Uhr
- sowie an Tagen vor Feiertagen ab 18:00 Uhr bis 06:00 Uhr des Feiertags
Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Waffen und Messer können zudem beschlagnahmt werden.











