Zwei räuberische Erpressungen – Kind und Jugendliche bedroht
Am Samstagnachmittag kam es im Bereich des Heidelberger Bismarckplatzes und der nahegelegenen Fahrtgasse zu zwei räuberischen Erpressungen. Opfer wurden ein 12-jähriger Junge sowie zwei 15-jährige Jugendliche. Die Kriminalpolizei prüft mögliche Zusammenhänge zwischen den Taten.
12-Jähriger am Bismarckplatz ausgeraubt
Gegen 17.30 Uhr wurde ein 12-jähriger Junge am Bismarckplatz von einem unbekannten Jugendlichen unter Androhung von Gewalt zur Herausgabe von Bargeld aufgefordert. Der Täter erbeutete fünf Euro. Der Junge blieb unverletzt.
Jugendliche mit Messer bedroht
Zwischen 17.15 Uhr und 18 Uhr wurden zwei 15-Jährige auf ihrem Weg vom Bismarckplatz durch die Sophienstraße in Richtung Fahrtgasse von einem unbekannten Mann angesprochen. Dieser zwang die Jugendlichen, sich in eine abgelegene Ecke zu begeben, und zeigte dabei ein Messer, das zunächst im Hosenbund steckte.
Anschließend richtete der Täter die Waffe gegen die Jugendlichen und forderte Bargeld. Die beiden Opfer übergaben insgesamt rund 30 Euro. Einer der Jugendlichen konnte sich kurzzeitig entfernen und sprach ein vorbeikommendes Paar an. Dieses erkannte die Gefahrensituation offenbar nicht und setzte seinen Weg fort. Als die Jugendlichen lautstark um Hilfe riefen, flüchtete der Täter in Richtung eines nahegelegenen Gymnasiums.
Täterbeschreibung
Der Tatverdächtige wird in beiden Fällen übereinstimmend beschrieben:
- männlich
- etwa 15 bis 16 Jahre alt
- dunkler Hauttyp
- sportliche Figur
- kurze, sehr dunkle, krause Haare
- sprach akzentfreies Deutsch
- beigefarbener Pullover
- beigefarbene Jogginghose
- weiße Turnschuhe
Polizei sucht Zeugen
Das Haus des Jugendrechts Heidelberg/Rhein-Neckar-Kreis hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zum Täter geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0621 174-4444 beim kriminalpolizeilichen Hinweistelefon zu melden.
Insbesondere das Paar, das von einem der Jugendlichen während der Tat angesprochen wurde, wird dringend gebeten, Kontakt mit der Kriminalpolizei aufzunehmen.












