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Wenn die Augen müde werden: Was Bildschirmarbeit mit unserer Sehkraft macht

10. Juni 2026 | Gesundheit

Wer heute beruflich tätig ist, verbringt im Schnitt mehr als sieben Stunden täglich vor Monitoren, Laptops und Smartphones. Was das langfristig für die Augen bedeutet, rückt zunehmend in den Fokus der Gesundheitsforschung. Dabei zeigt sich: Viele Menschen nehmen die ersten Warnsignale wie Brennen, Druckgefühl oder verschwommene Sicht zunächst nicht ernst genug. Dabei lässt sich mit einfachen Maßnahmen eine Menge tun. Auch die regelmäßige Überprüfung der Sehstärke gehört dazu, denn veränderte Werte werden im Alltag oft über Monate hinweg nicht bemerkt. Anlaufstellen wie eyes + more als günstige Optikerkette bieten neben modernen Brillen auch kostenlose Sehtests an und erleichtern so den ersten Schritt zu besserer Augengesundheit.

Das stille Problem: Digitale Augenbelastung

Fachleute sprechen vom sogenannten Computer-Vision-Syndrom, wenn sich anhaltende Beschwerden durch intensive Bildschirmnutzung entwickeln. Symptome reichen von Kopfschmerzen und Nackenverspannungen über trockene Augen bis hin zu Schlafstörungen, die durch das blaue Licht moderner Displays begünstigt werden. Laut der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft berichten bereits rund 60 Prozent der Beschäftigten in Büroberufen regelmäßig von solchen Beschwerden. Dabei ist die Ursache häufig nicht die Bildschirmarbeit allein, sondern eine Kombination aus zu wenig Pausen, falscher Sitzposition und einer unentdeckten Fehlsichtigkeit.

Besonders problematisch: Wer kurzsichtig ist und eine veraltete Brille trägt, zwingt seine Augen beim Fokussieren in eine ständige Anstrengung, die sich über den Tag hinweg aufschaukelt. Ähnliches gilt für Menschen, bei denen sich eine Weitsichtigkeit oder Alterssichtigkeit entwickelt, ohne dass sie einen Sehtest aufgesucht haben. Das Tückische daran ist, dass der Körper diese Überlastung oft nur indirekt meldet, zum Beispiel durch Müdigkeit, Reizbarkeit oder nachlassende Konzentration.

Was Experten empfehlen

Augenärzte und Optiker raten zu einer einfachen Faustregel, die sich im Arbeitsalltag bewährt hat: die sogenannte 20-20-20-Regel. Dabei soll man alle 20 Minuten für mindestens 20 Sekunden auf einen Gegenstand schauen, der mindestens 20 Fuß entfernt ist. Das entspricht etwa sechs Metern. Dieser kurze Blick in die Ferne entspannt die Ziliarmuskulatur, die beim Nahsehen kontinuierlich angespannt ist. Klingt simpel, wird im Arbeitsalltag aber erstaunlich selten umgesetzt.

Ergänzend dazu empfiehlt die Fachgesellschaft für Augenheilkunde in Deutschland, den Bildschirm in einem Winkel von leicht unter der Augenhöhe zu positionieren und einen ausreichenden Abstand von mindestens 50 Zentimetern einzuhalten. Auch die Raumbeleuchtung spielt eine Rolle: Direktes Gegenlicht durch Fenster hinter dem Monitor sollte vermieden werden, da es die Augen zum ständigen Anpassen zwingt.

Ernährung und Lebensstil als unterschätzte Faktoren

Was viele nicht wissen: Auch die Ernährung beeinflusst die Augengesundheit deutlich stärker, als gemeinhin angenommen wird. Lutein und Zeaxanthin, die vor allem in Grünkohl, Spinat und Brokkoli vorkommen, schützen die Makula vor oxidativem Stress. Vitamin A, bekannt aus Möhren und Süßkartoffeln, ist für die Funktion der Netzhaut unerlässlich. Omega-3-Fettsäuren aus Fisch und Leinöl wiederum unterstützen die Tränenproduktion und beugen trockenen Augen vor. Wer sich ausgewogen ernährt, tut damit also nicht nur seinem Herz-Kreislauf-System etwas Gutes.

Auch ausreichender Schlaf ist für die Augenregeneration entscheidend. In der Nacht erholt sich die Hornhaut, und der Augeninnendruck reguliert sich neu. Wer dauerhaft zu wenig schläft, riskiert nicht nur gerötete und brennende Augen am nächsten Morgen, sondern begünstigt auf lange Sicht auch das Risiko, einen erhöhten Augeninnendruck zu entwickeln, der unbehandelt zum Grünen Star führen kann.

Vorsorge lohnt sich

Viele Augenerkrankungen verlaufen jahrelang symptomlos. Grüner Star etwa schädigt den Sehnerv schleichend, ohne dass Betroffene zunächst Einschränkungen wahrnehmen. Wer regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt versäumt, riskiert daher, dass eine Erkrankung erst dann entdeckt wird, wenn bereits irreversible Schäden entstanden sind. Ab dem 40. Lebensjahr empfehlen Fachleute eine augenärztliche Untersuchung alle ein bis zwei Jahre, unabhängig davon, ob bereits Beschwerden bestehen. Wer sich über die Gesundheitsangebote in der Region informieren möchte, findet auf der Gesundheitsseite der Mannheimer Nachrichten regelmäßig aktuelle Berichte zu Vorsorge und medizinischen Angeboten in Mannheim und der Metropolregion.

Eine weitere wichtige Ressource ist der Ratgeber des Optikunternehmens Zeiss zu gesunden Augen, der praxisnahe Tipps rund um Bildschirmarbeit, Ernährung und Schlaf zusammenfasst. Ergänzt um einen regelmäßigen Sehtest gehören diese Maßnahmen zu den wirksamsten Mitteln, die Sehkraft möglichst lange zu erhalten, ganz ohne medizinischen Aufwand.

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