Zwischennutzung der ehemaligen Studierenden-Wohnungen der Bundeswehr auf Franklin für Geflüchtete aus der Ukraine

In sieben Wohngebäude im Stadtteil FRANKLIN ziehen nach und nach geflüchtete Menschen aus der Ukraine ein. Die Kapazität dieser Wohneinheiten liegt bei bis zu maximal 1000 Bewohnerinnen und Bewohnern. Mit Stand Ende Oktober leben bislang ca. 200 Menschen dort. Die Wohnungen sind für diejenigen Ukrainerinnen und Ukrainer vorgesehen, die bereits seit mehreren Monaten in Mannheim gemeldet sind und bislang vorübergehend in von der Kommune getragenen Unterkünften oder Hotelzimmern versorgt waren.

Noch bis Dezember werden die Wohngebäude auf FRANKLIN Zug um Zug von der GBG im Auftrag der Stadt Mannheim für die Unterbringung der Menschen aus der Ukraine vorbereitet. Die Gebäude wurden zuvor von der Bundeswehr als Studierendenunterkünfte genutzt. Nach Auszug der letzten Mieter hat die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) diese Fläche im August an die MWSP übergeben, die sie ihrerseits zur Zwischennutzung an die Stadt vermietet, bis sie spätestens 2026 abgerissen werden. Im Rahmen der Entwicklung eines Gewerbegebiets auf Columbus soll dort ein Möbelhaus entstehen.

In Mannheim sind aktuell insgesamt rund 3600 Ukrainerinnen und Ukrainer registriert. In Anbetracht der Fortdauer des Krieges ist für viele von ihnen die Hoffnung, möglichst schnell in ihr Heimatland zurückkehren zu können, in die Ferne gerückt. Nachdem die Arbeit der städtischen „Ukraine Taskforce“ in den ersten Monaten nach Ausbruch des Krieges davon geprägt war, eine Akutunterbringung für die ankommenden Menschen sicherzustellen, geht es im Folgenden darum, den geflüchteten Menschen im ehemaligen Studentenwohnheim mietfähigen Wohnraum anzubieten. „Vor dem Hintergrund einer hohen Wohnungsnachfrage wollen wir den verschiedenen Interessenten auf dem Wohnungsmarkt gerecht werden und zusätzliche Angebote schaffen. Mit den ehemaligen Wohnheimen der Bundeswehr können wir den geflüchteten Menschen adhoc ein Zuhause anbieten“, erklärt Bürgermeister Ralf Eisenhauer.

Aktuell liegt noch keine genaue Zahl vor, wie viele Kinder und Jugendliche unter den Zuziehenden sein werden. Die Stadt Mannheim als Schulträger befindet sich in engem Austausch mit dem Staatlichen Schulamt Mannheim. Zuziehende Schulkinder sollen abhängig von den zur Verfügung stehenden Plätzen in der Franklinschule, die für ein paar Jahre sechszügig werden wird, und in den umliegenden Grundschulen beschult werden.
Um eine Alternative zu institutionellen Kindertageseinrichtungen für Kinder, die zwischen 0 und 6 Jahren alt sind, anbieten zu können, hat die Stadt Mannheim in enger Zusammenarbeit mit freien Trägern der Jugendhilfe und der Wohlfahrtsverbände stadtweit zahlreiche niedrigschwellige Eltern-Kind-Treffs geschaffen. Sollte sich im Rahmen des Zuzugs nach Columbus ein entsprechender Bedarf ergeben, wird die Stadt ein passendes Angebot möglichst ortsnah anbieten.

Quelle: Stadt Mannheim

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