Ausstellung „Gegen das Vergessen“ erneut in Schwetzingen
Mit der Ausstellung „Gegen das Vergessen“ kehren die eindrucksvollen Fotografien des international renommierten Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano nach Schwetzingen zurück. Vom 26. Juni bis 10. Juli 2026 sind großformatige Porträts von Holocaust-Überlebenden im Schulhof der Kurt-Waibel-Schule zu sehen.
Die Ausstellung wird am 26. Juni um 11 Uhr eröffnet und steht unter der Schirmherrschaft von Matthias Steffan. Veranstaltet wird das Projekt in Kooperation mit der Stadt Schwetzingen, der evangelischen Kirchengemeinde und der Volkshochschule.
Bereits ab dem 22. Juni werden drei Fotografien Toscanos in der Schwetzinger Innenstadt ausgestellt. Zu sehen sind sie auf den Kleinen Planken sowie am Mahnmal der Verfolgten des Nationalsozialismus an der Ecke Schlossstraße/Zeyherstraße.
Mit seinem Projekt „Gegen das Vergessen“ hat Toscano weltweit mehr als 400 Holocaust-Überlebende porträtiert und international große Aufmerksamkeit erlangt. Die Ausstellung war unter anderem in Mannheim, Berlin, New York und Paris zu sehen. Für seine Arbeit wurde er 2021 von der UNESCO als „Artist of Peace“ ausgezeichnet.
Ein besonderer Bestandteil des Projekts ist die aktive Beteiligung der Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9. Sie setzen sich intensiv mit den Lebensgeschichten der porträtierten NS-Verfolgten auseinander und bieten Führungen durch die Ausstellung an. Ziel ist es, die Erinnerungskultur lebendig zu halten und das Bewusstsein für Demokratie, Vielfalt sowie gesellschaftliche Verantwortung zu stärken.
Führungen werden am 24. Juni, 30. Juni und 1. Juli 2026 angeboten. Schulklassen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Anmeldungen sind per E-Mail an die Schule möglich.
Begleitend zur Ausstellung veranstaltet die Volkshochschule Bezirk Schwetzingen weitere Programmpunkte: Am 1. Juli findet die interaktive Lesung „Eine ‚asoziale‘ Pfälzer Familie“ mit Alfons Ludwig Ims statt. Am 6. Juli wird der Film Die Köchin des Kommandanten gezeigt. Vor der Vorführung sprechen Regisseurin Karen Strobel sowie Gerhard Sander über die Hintergründe des Films.
Die Ausstellung bietet einen eindrucksvollen Zugang zur Geschichte des Nationalsozialismus und setzt zugleich ein starkes Zeichen für Erinnerung, Menschlichkeit und demokratische Werte.











