Schwetzingen erhält 144 Werke aus dem Nachlass von Otto Mindhoff
Die Stadt Schwetzingen erweitert ihre Kunstsammlung um ein bedeutendes künstlerisches Erbe: Magnus Mindhoff, Sohn des 2019 verstorbenen Schwetzinger Künstlers Otto Mindhoff, hat der Stadt insgesamt 144 Werke aus dem Nachlass seines Vaters geschenkt. Der Gemeinderat hat der notariell vereinbarten Schenkung zugestimmt und damit die Grundlage geschaffen, das umfangreiche Werk dauerhaft zu bewahren und öffentlich zugänglich zu machen.
Otto Mindhoff gehört zu den prägenden Künstlerpersönlichkeiten der Stadt. Als Mitbegründer des Kunstvereins Schwetzingen, Gründer des Xylon-Museums und seiner Werkstätten sowie durch sein vielfältiges künstlerisches Schaffen hat er die Kulturlandschaft Schwetzingens nachhaltig geprägt. Besonders bekannt wurde er für seine ausdrucksstarken Holzschnitte und die charakteristischen „Technoiden“ – stilisierte Darstellungen des Menschen.
Die Schenkung umfasst 44 Acrylgemälde sowie 100 Zeichnungen, Holz- und Linolschnitte. Die Werke entstanden zwischen 1959 und Mitte der 2000er-Jahre und dokumentieren damit nahezu fünf Jahrzehnte künstlerischer Entwicklung. Die Auswahl erfolgte durch das Stadtarchiv aus dem umfangreichen Nachlass des Künstlers und ergänzt gezielt die bestehende „Schwetzinger Sammlung Otto Mindhoff“.
Die Übergabe fällt in eine besondere Zeit: Im Jahr 2027 hätte Otto Mindhoff seinen 95. Geburtstag gefeiert. Die neue Sammlung bietet damit einen passenden Anlass, sein Lebenswerk erneut in den Mittelpunkt zu rücken und seine Bedeutung für die Kunst- und Kulturgeschichte Schwetzingens zu würdigen.
Die Stadt Schwetzingen dankt Magnus Mindhoff für die großzügige Schenkung und das damit verbundene Vertrauen. Mit der Übergabe trägt er entscheidend dazu bei, das Werk seines Vaters für heutige und kommende Generationen zu erhalten.
Für die Zukunft sind verschiedene Formen der Präsentation geplant. Vorgesehen sind unter anderem Ausstellungen in Schwetzingen, den Partnerstädten und weiteren Ausstellungsorten. Zudem prüft die Stadt derzeit die Möglichkeit einer dauerhaften Präsentation in einem Gebäude der Schwetzinger Höfe. Dadurch könnte das künstlerische Erbe Otto Mindhoffs noch stärker im Stadtbild verankert werden.
Die Schenkung ist ein wertvoller Zugewinn für die städtische Kunstsammlung und stärkt Schwetzingens Profil als Stadt der Kunst und Kultur. Die Werke halten das vielfältige Schaffen Otto Mindhoffs lebendig und machen es auch künftig für Kunstinteressierte und die gesamte Bürgerschaft erlebbar.
Fotonachweis: Stadt Schwetzingen
Bildunterschrift von links nach rechts: Kulturreferentin Dr. Barbara Gilsdorf, Magnus Mindhoff, Oberbürgmeister Matthias Steffan, Stadtarchivar Joachim Kresin.











