Bleiben Sie informiert  /  Mittwoch, 16. September 2026

Informationen von Hier

Termine, Adressen, Vereine,
Lokalpolitik, Berichte und
Wirtschaftsinformationen

Aktuelle Nachrichten und Berichte aus Mannheim und Ludwigshafen

Heidelberg: Klimawandel macht Bäumen zu schaffen

24. August 2021 | Heidelberg, Leitartikel, Natur & Umwelt

Hitzeschäden der vergangenen Jahre spürbar

Trotz des regenreichen Sommers sind die Mitarbeitenden der Stadt Heidelberg unterwegs, um Bäume im Stadtgebiet zu gießen – nur warum? Dafür gibt es zwei Gründe. Jungbäume, wie beispielsweise in der Bahnstadt, haben noch kein tiefgründiges Wurzelwerk und können kein Wasser aus tiefen Bodenschichten aufnehmen, sodass sie trotz Regentagen gegossen werden müssen. Abhilfe schaffen hierbei Bewässerungssäcke, die nur alle zwei bis drei Tage aufgefüllt werden müssen und das Wasser langsam abgeben. Besonders in den Jahren 2018 bis 2020 in den heißen und trockenen Sommern haben junge und mittelalte Bäume Schaden genommen, während ältere Bäume etwas besser durch diese Trockenjahre gekommen sind. Gerade diese jüngeren Bäume brauchen besondere Pflege mit Nährstoffen und viel Wasser.

„Die meisten Bäume erholen sich gerade durch den vielen Regen. Manche sind aber durch die vergangenen Hitzesommer stark geschädigt“, sagt Wolfgang Morr, Betriebsleiter Regiebetrieb Gartenbau im Landschafts- und Forstamt. „Insekten machen den Altbäumen zu schaffen, vor allem aber sind es Pilze, für die das feuchtwarme Wetter leider ideal ist. Durch gezieltes Gießen und Nährstoffzugaben versuchen wir, den Bäumen zu helfen, manche sind aber leider nicht mehr zu retten. 2020 sind rund 300 Bäume an Hitze und Pilzbefall gestorben. Wir rechnen in Zukunft mit weiteren Ausfällen im Baumbestand.“

Gießpatenschaften helfen den Bäumen, reichen aber bei weitem nicht aus 

Die städtischen Gärtnerinnen und Gärtner pflanzen schon jetzt verstärkt neue, hitzeverträglichere Pflanzen in Beete und Anlagen, etwa Sandthymian oder Blauraute. Bei den Bäumen setzen sie auf Vielfalt und auf neue, bisher in Heidelberg noch nicht so übliche Baumarten. Neben Eichen, Linden und Kastanien werden beispielsweise verstärkt Amberbäume, Gleditschien und zahlreiche andere Baumarten gepflanzt. Im Stadtgebiet wachsen rund 50.000 Bäume, dabei werden der Stadtwald und Bäume auf privaten Grundstücken nicht mitgezählt. Momentan schafft es die Stadt, die Bäume, die besondere Pflege brauchen, in den regulären Arbeitszeiten zu versorgen. In Trockenjahren muss dagegen im Zwei-Schicht-Betrieb an bis zu sieben Tagen in der Woche gewässert werden.

Gießpatenschaften gibt es in Heidelberg nur wenige. Rund 200 Liter Wasser bekommt ein Baum bei jedem Gießgang, das ist für Bürgerinnen und Bürger mit Gießkannen kaum zu schaffen. Wer dennoch den Baum vor seiner Haustür zusätzlich mit Wasser versorgt, macht nichts falsch. Im Grunde kann man sagen: jeder Tropfen hilft!

Das könnte Sie auch interessieren…

Erster Schultag für neue Schule: Rosa-Parks-Gemeinschaftsschule startet mit zwei fünften Klassen

Die Rosa-Parks-Gemeinschaftsschule hat heute mit der Einschulungsfeier ihrer ersten Schülerinnen und Schüler offiziell den Schulbetrieb aufgenommen. 54 Schülerinnen und Schüler starten in zwei fünften Klassen in das neue Schuljahr. Begleitet werden sie im ersten Jahr...

Wie sicher fühlen Sie sich in Heidelberg?

Stadtverwaltung startet große Bürgerbefragung zum Thema Kriminalität Heidelberg ist eine Stadt mit hoher Lebensqualität und einem großen Maß an Sicherheit. Das liegt auch an der engen Zusammenarbeit der Stadtverwaltung mit der Polizei, die seit 2018 durch eine...

Foodsharing Mannheim – Lebensmittel vor der Tonne retten

Warum werden so viele Lebensmittel weggeworfen und woran erkennt man überhaupt, ob etwas noch gut ist? Vertreter*innen von Foodsharing Mannheim erzählen am Dienstag, 22. September, 17 Uhr in der Zentralbibliothek im Stadthaus N 1 von ihrer Arbeit und welche...

Hier könnte Ihr Link stehen

Mannheim – Veranstaltungen / Gewerbe

MaNa informiert

Werbung

Hier könnte Ihr Link stehen

Themen

Zeitreise