Ziel: Weiterentwicklung von Innovationsprojekten und Förderung von Start-ups
Heidelberg und die estnische Hauptstadt Tallinn vertiefen ihre seit 2025 bestehende Innovationspartnerschaft. Im Mittelpunkt eines Austauschs Ende August 2026 zwischen Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner und Tallinns Bürgermeister Kristjan Järvan standen die Weiterentwicklung gemeinsamer Innovationsprojekte, die Förderung von Start-ups sowie der Ausbau der Zusammenarbeit im Bereich Digitalisierung und moderne Stadtentwicklung.
Ein zentrales Thema war die Fortführung der Programme „Test in Tallinn“ und „Test in Heidelberg“. Beide Städte sehen in sogenannten Sandboxes und Reallaboren einen wichtigen Ansatz, um innovative Lösungen schneller unter realen Bedingungen zu testen und erfolgreich in die Praxis zu überführen. Künftig soll „Test in Heidelberg“ noch stärker als offene Plattform für Unternehmen, Start-ups sowie wissenschaftliche Einrichtungen genutzt werden, um neue technologische und wissenschaftliche Ansätze gemeinsam mit der Stadtverwaltung zu erproben.
„Heidelberg und Tallinn verbindet Ziel, Innovation schneller in Anwendung zu bringen“
„Heidelberg und Tallinn verbindet das Ziel, Innovationen schneller zum Nutzen der Bürgerinnen und Bürger in die Anwendung zu bringen. Der Austausch mit Tallinn zeigt, wie wichtig nutzerzentrierte und digitale Lösungen für die Zukunft unserer Städte sind“, betonte Heidelbergs Oberbürgermeister Eckart Würzner.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit zwischen dem Technologiepark Heidelberg und dem Tehnopol Science and Business Park Tallinn. Im Gespräch mit Dr. Peter Guckenbiehl, seit August 2026 neuer Geschäftsführer des Technologieparks Heidelberg, und Mathis Palm, Head of Innovation im Technologiepark Heidelberg und Geschäftsführer des Heidelberg Startup Partners e. V., wurden Möglichkeiten erörtert, die Kooperation zwischen beiden Innovationsstandorten auszubauen. Ziel ist es, Start-ups und Unternehmen den Zugang zu neuen Märkten zu erleichtern, gemeinsame Innovationsprojekte anzustoßen und verstärkt europäische Förderprogramme und Anträge gemeinsam zu nutzen.
Die Delegation aus Tallinn besuchte zudem das Interdisziplinäre Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) der Universität Heidelberg. Im Austausch mit Joachim Röklov standen Fragen der städtischen Resilienz, datenbasierter Entscheidungsprozesse sowie die Rolle von Wissenschaft und Technologie bei der Bewältigung zukünftiger Herausforderungen im Mittelpunkt.
Beide Städte sehen großes Potenzial darin, voneinander zu lernen und erfolgreiche Ansätze zu übertragen. Während Heidelberg insbesondere an den Erfahrungen Tallinns in den Bereichen digitale Verwaltung, Nutzerzentrierung und Innovationskultur interessiert ist, bietet Heidelberg starke Kompetenzen in Wissenschaft, Forschung und Technologietransfer.
Die Partner vereinbarten, die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und konkrete gemeinsame Projekte in den Bereichen Digitalisierung, urbane Innovation, Wissenschaftstransfer und Start-up-Förderung voranzutreiben. Ziel ist es, die Innovationspartnerschaft als europäisches Modell für die Zusammenarbeit von Städten, Wissenschaft und Wirtschaft weiterzuentwickeln.
Quelle: Stadt Heidelberg









