Ludwigshafen: Mehr kulturelle Teilhabe und Mitbestimmung

Kulturzentrum dasHaus will Ort von Interkulturalität und Inklusion werden

Das Kulturzentrum dasHaus richtet sein Wirken in Teilen neu aus und wird künftig noch mehr als bisher sein Programm für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen öffnen. Interkulturalität und Inklusion erhalten dabei einen neuen, starken Stellenwert. Beteiligung und Mitverantwortung sind Schlüsselbegriffe dieser Neuausrichtung. Ziel ist es, ein künstlerisch und zugleich gesellschaftlich relevantes Programm für Ludwigshafen und Umgebung zu präsentieren. In diesem Sinn soll der Ansatz „Kultur für alle“ die wegweisende Kulturstrategie des Kulturbüros für die kommenden Jahre sein. Neu ist in diesem Zusammenhang die Gründung eines „HausRates“, der durch neue Perspektiven die Programmgestaltung ergänzen soll.

 

Über die Neuausrichtung informieren Bürgermeisterin Prof. Dr. Cornelia Reifenberg, die Leiterin des Bereichs Kultur, Stefanie Kleinsorge, Monika Schill, die Leiterin des Kulturbüros und des Kulturzentrums dasHaus, Stefanie Bub und Jaqueline Mellein bei einem Pressegespräch am 21. Oktober 2020. Stefanie Bub verantwortet im dasHaus die Community Art, Jaqueline Mellein ist Programmgestalterin für die musikalischen Angebote.

 

„Ludwigshafen ist geprägt von einer sich stetig ausdifferenzierenden Vielfalt. Alle Ludwigshafener*innen sollen die Möglichkeit haben, sich mit Kultur auseinanderzusetzen und mit ihr zu interagieren. Aufsuchende interkulturelle und inklusive Kulturarbeit sind daher wichtige Schwerpunkte der neuen

 

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Ausrichtung. Wir wollen diesem Zusammenhang Zugangsbarrieren ab- und zugleich Nähe aufbauen. Dazu nutzen wir verstärkt partizipative Elemente, um mit möglichst vielen Menschen, sei es in der unmittelbaren Nachbarschaft oder in der weiteren Stadtgesellschaft, in Kontakt zu kommen, deren Bedürfnisse aufzunehmen und daraus neue Schwerpunkte vor Ort zu entwickeln“, erläuterte Bürgermeisterin Prof. Dr. Cornelia Reifenberg. Damit solle im Sinne kultureller Stadtentwicklung ein Prozess angestoßen werden, der offen sei für zusätzliche Formate, neue Besucher*innengruppen und einen stärkeren Austausch.

 

„Die Kulturarbeit verstehen wir als transkulturelle Verständigung innerhalb der Stadtgesellschaft. Kultur schafft Begegnung und Austausch zwischen Menschen verschiedener Lebenswelten. Wir möchten uns zu einem realen und ideellen Ort entwickeln, der für eine möglichst große Zahl an gesellschaftlichen Gruppen relevant ist und der neue Gemeinschaften bildet“, so Monika Schill. „Das wollen wir erreichen, indem wir unser Programm anpassen“.

 

Mit niederschwelligen Begegnungsformaten, Veranstaltungen mit Zusatzangeboten und mit dem Einbezug der Kulturen von vielen Ludwigshafener*innen verfolgt das Kulturbüro nicht nur die Gewinnung neuer Besucher*innengruppen, sondern auch die Entwicklung von künstlerischen Formen, die der internationalen Durchmischung der Stadtgesellschaft entsprechen. Dabei sind alle künstlerischen und kulturellen Genres und Crossovers denkbar.

 

 

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Neu im laufenden Programm sind daher Darbietungen aus dem Bereich der Stilrichtung „Neuer Zirkus“. Diese Aufführungen sind für ein internationales Publikum konzipiert, immer unterhaltsam, zugänglich und familientauglich. Beim Ludwigshafener Straßentheaterfestival ist jedes Jahr zu erleben, wie hochgradig integrativ diese Kunstform zwischen Zirkus, Tanz und Theater wirkt. Den Auftakt machte am 16. Oktober die Theatergruppe Hendrik & Co mit „L’escabeau/die Leiter“ im Saal des Kulturzentrums dasHaus.

 

Die neue Reihe „Entspannung to go“ wiederum bietet eine Mittagsmeditation mit orientalisch geprägter Livemusik, immer dienstags von 12.30 bis 13 Uhr. Optional kann ein Mittagessen in gemeinsamer Runde im Hausboot dazu gebucht werden. Außer Haus lädt die Reihe „Tete a tete“ in Künstler*innenateliers ein, um in lockerer Atmosphäre mit der Künstlerin oder dem Künstler ins Gespräch zu kommen.

 

Das Herzstück der neuen Ausrichtung ist jedoch der Aufbau der neuen Säule Community Art, die zu Beteiligung und Mitgestaltung einlädt. Unter Community Art versteht die neue Strategie die Entwicklung von Programmen in Zusammenarbeit mit den Bewohner*innen der Stadt Ludwigshafen. Diesen Arbeitsansatz verantwortet Stefanie Bub, die seit April neu im Kulturbüro beschäftigt ist.

 

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