Mannheimer Sportler holen bei den Deutschen Meisterschaften des Deutschen Hundesportverbands sieben Medaillen – dreimal Gold
Mannheim/Schwedt, 8. September 2026. Die weite Reise hat sich gelohnt: Bei den Deutschen Meisterschaften des Deutschen Hundesportverbands (dhv) in Schwedt in der Uckermark, nahe der polnischen Grenze, haben die Mannheimer Hundesportler ein beeindruckendes Ergebnis eingefahren. Gleich sieben Mal schafften sie den Sprung aufs Podest, drei Mal davon ganz nach oben. Besonders erfolgreich waren die Mannheimer in den Mannschaftswettbewerben des Combination-Speed-Cup (CSC).

Mannheimer dominieren den CSC
Von den 16 Erwachsenenteams, die sich am ersten Wettkampftag für das Finale qualifizierten, gingen gleich fünf mit Mannheimer Beteiligung an den Start.
Den Meistertitel sicherte sich schließlich Alex Nicht mit seinem Hund Murphy (VdH Mannheim-Feudenheim) in einer Startgemeinschaft mit Elias Becker und Rick (VdH Sandhausen) sowie Sarah Langner und Nalu (VfH Weinheim). In 55,36 Sekunden setzte sich das Team in einem packenden Finale durch. Dabei blieb es in beiden Läufen als einzige Mannschaft jeweils unter 28 Sekunden. Zum Vergleich: Das Vorjahressiegerteam war rund zwei Sekunden langsamer, das Siegerteam von vor zwei Jahren sogar rund drei Sekunden.
Nur 0,61 Sekunden dahinter kam das Team vom Hund und Sport Mannheim 2011 ins Ziel. Christian Albrecht mit Thor, Denis Wesel mit Flash und Martin Albrecht mit Daria liefen nach 55,97 Sekunden als Dritte über die Ziellinie. Ein denkbar knappes Ergebnis und ein eindrucksvoller Beleg für das hohe Leistungsniveau der Mannheimer Teams.
Nachwuchs holt Silber
Auch der Mannheimer Nachwuchs setzte ein Ausrufezeichen. Das Jugendteam des SSPV Mannheim verbesserte sich gegenüber der Südwestdeutschen Meisterschaft von Platz drei auf Rang zwei und sicherte sich damit den deutschen Vizemeistertitel.
Gesa mit Nika und Lucy mit Lilo, beide vom SSPV Mannheim, sowie Maxime mit Lenny vom VfH Ilvesheim qualifizierten sich am ersten Tag mit 80,62 Sekunden für das Finale. Nach einem fehlerfreien ersten Lauf kamen im zweiten Durchgang sechs Fehlerpunkte hinzu.
Im Finale zeigten die drei Nachwuchssportlerinnen dann Nervenstärke und blieben in beiden Läufen fehlerfrei. Mit einer Zeit von 74,56 Sekunden liefen sie auf den zweiten Platz. Gleichzeitig bedeutete die Zeit eine persönliche Bestleistung für das Team, das erst seit Mai gemeinsam trainiert. Gegenüber der Südwestdeutschen Meisterschaft verbesserten sie sich um rund eine Sekunde.
Trainerin Sandra Scheben zeigte sich entsprechend begeistert: „Es ist schön zu sehen, mit welcher Leichtigkeit die drei an den Start gehen und wie souverän sie auch mit kleinen Rückschlägen umgehen. Der Spaß steht bei ihnen eindeutig im Vordergrund und genau daraus entsteht dieser Erfolg.“
Für die Deutschen Meisterschaften hatten sich die drei außerdem etwas Besonderes einfallen lassen: Sie entwarfen und druckten eigens ein T-Shirt mit dem Logo ihres Mannschaftsnamens „Paws on Fire“.
Gold, Silber und Bronze auch in den Einzelwettbewerben
Auch in den Einzelwettbewerben sammelten die Mannheimer zahlreiche Medaillen.
In der Altersklasse 35 im Sprint-Vierkampf sicherte sich Alex Nicht mit Murphy vom VdH Mannheim-Feudenheim den ersten Platz. Mit 283,52 Punkten verbesserte er sein Ergebnis von der Südwestdeutschen Meisterschaft noch einmal um einen Punkt. Damit gehörte Nicht zu den drei erfolgreichsten Athleten der diesjährigen Deutschen Meisterschaft.
Bei den Jugendlichen lief Gesa mit Nika vom SSPV Mannheim ebenfalls auf den zweiten Platz. Bei der Südwestdeutschen Meisterschaft hatte sie noch Rang sechs belegt und war damals im Schlusssprint knapp am Podest vorbeigelaufen. In Schwedt zeigte sie im abschließenden Verfolgungsrennen die bessere Kondition und belohnte sich mit ihrem zweiten Vizemeistertitel des Turniers. Dabei steigerte sie sich gegenüber der Südwestdeutschen Meisterschaft deutlich von 254,57 auf 268,16 Punkte.
Ein Top-Ergebnis in der stark besetzten Altersklasse 19 erkämpfte sich Inga Junkes mit Holly vom Hund und Sport Mannheim 2011. Gegenüber der Südwestdeutschen Meisterschaft verbesserte sie sich um 17 Punkte und belegte mit insgesamt 278,91 Punkten den dritten Platz.
Für den dritten Mannheimer Goldtitel sorgte Seriensieger Denis Wesel vom Hund und Sport Mannheim. Im klassischen Vierkampf verteidigte er mit Aska seinen Vorjahrestitel souverän. Nach 285,82 Punkten im vergangenen Jahr steigerte er sich diesmal sogar auf 285,86 Punkte. Damit stand Wesel bereits zum fünften Mal in Folge bei den Deutschen Meisterschaften ganz oben auf dem Podest.
Knapp am Podest vorbei
Auch abseits der Medaillenplätze erzielten die Mannheimer Starter starke Ergebnisse. Im Vierkampf der Altersklasse 35 verpassten Fabian Obert mit Nairo vom Hund und Sport Mannheim als Vierter sowie Marcel Sobotta mit Sammy vom VdH Mannheim-Feudenheim als Fünfter eine Medaille nur knapp.
Weitere gute Platzierungen erreichten Sarah Berg mit Hailey (Hund und Sport Mannheim) auf Rang elf, Alicia Batke mit Mailo (VdH Mannheim-Feudenheim) auf Rang 17 und Jennifer Mazur mit Bailey (SSPV Mannheim) auf Rang 22.
Im Sprint-Vierkampf belegte Luca Hannemann mit Thor vom Hund und Sport Mannheim Rang neun. Die beiden Sportlerinnen vom SSPV Mannheim, Sandra Scheben mit Lilo und Jennifer Mazur mit Bailey, belegten die Plätze 15 und 20.
Starke Mannschaftsleistungen
Auch die weiteren Mannheimer CSC-Teams überzeugten. Christian Albrecht mit Daria und Sarah Berg mit Mila vom Hund und Sport Mannheim belegten gemeinsam mit Melina Eickermann vom HSV Schutterwald in einer Startgemeinschaft den zehnten Platz.
Das Team des VdH Mannheim-Feudenheim mit Alicia Batke und Murphy, Alex Nicht und Rick sowie Marcel Sobotta und Sammy kam auf Rang elf.
Das dritte Team des Hund und Sport Mannheim mit Fabian Obert und Nairo, Susanne Bradel und Storm sowie Inga Junkes und Holly erreichte Platz 13.
Gute Vorbereitung in Mannheim
Tina Nicht, Sportwartin für den Bereich Turnierhundesport (THS) in der Kreisgruppe 03 des Südwestdeutschen Hundesportverbands, zu der auch Mannheim gehört, zog ein positives Fazit: „Herzlichen Glückwunsch an unsere Mannheimer Sportler. Mit ihren starken Leistungen haben sie entscheidend zu den hervorragenden Ergebnissen unserer Kreisgruppe bei den Deutschen Meisterschaften beigetragen. Es ist schön zu sehen, wie positiv sich der Turnierhundesport in Mannheim entwickelt.“
Dass die Mannheimer Sportler gut vorbereitet nach Schwedt reisen konnten, lag auch an der gemeinsamen Arbeit der Vereine. Der SSPV Mannheim hatte mitten in den Sommerferien eigens ein kleines Turnier organisiert. So konnten sich die Sportler trotz Ferienzeit noch einmal unter realen Wettkampfbedingungen auf die Deutschen Meisterschaften vorbereiten.
Quelle: Aljoscha Kertesz









