Südwestindustrie 2018: Neuer Investitionshöchststand von 14,7 Milliarden Euro

Investitionszuwachs von 7,7 % gegenüber dem Vorjahr

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Symbolfoto: envato

Die Investitionen1 der Südwestindustrie2 stiegen 2018 deutlich an. Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes investierten die Industriebetriebe im Südwesten 14,7 Milliarden (Mrd.) Euro in Ausrüstungsgüter und Immobilien und erreichten damit einen neuen Investitionsrekord. Der Investitionszuwachs gegenüber dem bisherigen Höchststand aus dem Vorjahr betrug 1,1 Mrd. Euro (+7,7 %).

Die Investitionen der Südwestindustrie waren 2009 in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise zunächst stark rückläufig. Ein Aufholprozess setzte 2011 und 2012 ein, flachte aber in den beiden darauffolgenden Jahren wieder ab. Erst nach einer erneuten deutlichen Ausweitung der Investitionen 2015 wurde das Vorkrisenniveau des Jahres 2008 übertroffen. Mit der Investitionsausweitung 2018 wurde dieser Aufwärtstrend weiter fortgesetzt.

Die Investitionen in Ausrüstungsgüter wie Maschinen, maschinelle Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung erreichten 2018 ein Volumen von 12,4 Mrd. Euro (+3,4 % bzw. 0,4 Mrd. Euro) und damit einen Anteil von 84,7 %. Auf Grundstücke und Bauten entfielen 15,3 %. Das Investitionsvolumen lag hier mit 2,2 Mrd. Euro deutlich über dem Vorjahresniveau (+40,6 %).

Auf Branchenebene gewann der Investitionszuwachs etwas an Breitenwirkung. Rund drei Viertel der Branchen verzeichneten 2018 ein Investitionsplus, im Vorjahr war es noch in etwa jede zweite Branche. Die Branche »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen« verzeichnete einen leichten Rückgang des Investitionsvolumens. Die Investitionen sanken um 75 Millionen (Mill.) Euro (−1,3 %) auf 5,5 Mrd. Euro und lagen somit knapp unter dem branchenspezifischen Rekordniveau des Vorjahres. Damit entfielen 37,6 % (Vorjahr: 41,1 %) der Industrieinvestitionen im Südwesten allein auf die »Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen«. Die nächststärkeren Branchen gemessen am Investitionsvolumen waren, wie bereits in den vorherigen Jahren, der »Maschinenbau« mit 2,6 Mrd. Euro (+12,5 %), die »Herstellung von Metallerzeugnissen« mit 1,3 Mrd. Euro (+13,7 %) sowie die »Herstellung von elektrischen Ausrüstungen« mit 0,9 Mrd. Euro (+10,1 %). Zusammen bestritten diese vier Branchen 70,1 % der Industrieinvestitionen im Südwesten.

Auf regionaler Ebene weiteten elf der insgesamt zwölf Regionen Baden-Württembergs die Investitionen gegenüber dem Vorjahr aus. Den Investitionsschwerpunkt bildete die Region Stuttgart, auf die traditionell mehr als ein Drittel (2018: 33,6 %) der Industrieinvestitionen im Südwesten entfällt. Die Investitionen in dieser Region stiegen dabei um 1,4 % auf 4,9 Mrd. Euro. Mit deutlichem Abstand folgte die Region Heilbronn-Franken, deren Industriebetriebe mit 1,8 Mrd. Euro etwas weniger als im Vorjahr investierten (−5,1 %), vor der Region Mittlerer Oberrhein mit 1,3 Mrd. Euro (+5,4 %) und der Region Südlicher Oberrhein mit 1,0 Mrd. Euro (+23,2 %).

1Aktivierte Bruttozugänge an Sachanlagen.

2Produzierende Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 20 tätigen Personen sowie produzierende Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes (einschließlich Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) mit mindestens 20 tätigen Personen von Unternehmen der übrigen Wirtschaftsbereiche (Berichtskreis 20+).

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