Wie Weinheim eine gute Zukunft lebt – Stadtverwaltung präsentiert mit Akteuren der Stadtgesellschaft die 17 „SDG“-Punkte der UN als Videokampagne
„Global denken, lokal handeln.“ Dieser Satz ist für Weinheims Ersten Bürgermeister Andreas Buske keine Floskel. Denn seiner Erfahrung nach wird er in Weinheim gelebt: von vielen Akteuren einer Stadtgesellschaft, die sich als Verantwortungsgemeinschaft versteht.
Andreas Buske, Ingenieur und Kommunalpolitiker, Familienvater mit einer gewissen Affinität zur Ethik, hält die 17 Nachhaltigkeitsziele der UN, die am 1. Januar 2016 weltweit in Kraft getreten sind für wichtige Leitplanken des globalen Zusammenlebens. Die „Ziele für eine nachhaltige Entwicklung“ (auf Englisch Sustainable Development Goals, kurz SDGs), so Buske, sind in Weinheim durchaus präsent. Die SDGs seien also keinesfalls Punkte auf einer abstrakten und weit entfernten Agenda, sondern müssen vor Ort realisiert werden, getreu dem Motto „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“
Gemeinsam mit dem Presse- und Medienteam der Stadtverwaltung hat Weinheims Erster Bürgermeister jetzt eine Kampagne zu den SDGs gestartet. Dabei werden Menschen in den Fokus genommen, die sich besonders für eines der Ziele einsetzen, die (in dieser Reihenfolge) stehen für: Keine Armut, Kein Hunger, Gesundheit und Wohlergehen, Hochwertige Bildung, Geschlechtergleichheit, Sauberes Wasser, Bezahlbare und saubere Energie, Menschenwürdige Arbeit, Industrie und Innovation, Weniger Ungleichheit, Nachhaltige Städte, Nachhaltiger Konsum, Klimaschutz, Leben unter Wasser, Leben an Land, Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen sowie Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.
Bürgermeister Andreas Buske und Pressesprecher Roland Kern haben ihre Netzwerke in die Stadtgesellschaft hinein genutzt, um die passenden Personen als Protagonisten zu gewinnen. Carina Junginger, Mitarbeiterin der städtischen Pressestelle und gelernte Videojournalistin, hat die Interviews jeweils in kurzen Filmen aufbereitet. So ist eine Kampagne von 17 Videos entstanden, die in den Sozialen Netzwerken der Stadt zu sehen sein werden. „Es war beeindruckend“, so Kern, „wie viele Menschen mit dem Stichwort SDG sofort etwas anfangen konnten und richtig stolz sind, bei dem Projekt mitzuwirken“. Das erste Video zum SDG „Keine Armut“ startet in dieser Woche, Protagonist ist Hansjörg Rapp, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Weinheim und Projektleiter des Kinderförderfonds und des Seniorenfonds, mit denen armen Familien und Menschen in Altersarmut geholfen wird.
Weitere Akteure in den nächsten 17 Wochen sind die Evangelische Kirche, die TSG Weinheim als Sportverein, die Gesellschaft für Umweltbildung GUB, die Freiwillige Feuerwehr, der Abwasserverband, die Stadtwerke, die Regionale Jugendagentur Job Central, die Metropolregion, die Weinheimer Friedensinitiative, die Pfadfinder, der NABU, der BUND, Bäcker Michael Kress, der ADFC, das Pilgerhaus sowie die Firma Freudenberg. Die Kampagne wird im August enden. Falls sich weitere Interessenten zur Verfügung stellen, kann sich Andreas Buske durchaus auch eine Fortsetzung vorstellen.
Foto: Stadt Weinheim












