SV-Waldhof Mannheim: Erweiterte Stellungnahme zur Berichterstattung zum Club der 100

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Symbolfoto: envato

Mitteilung des SV-Waldhof Mannheim lautet wie folgt:

Aufgrund der am gestrigen Montag, den 16.09.2019 erfolgten Berichterstattung unseres Medienpartners, dem Mannheimer Morgen, sehen wir uns erneut gezwungen diese richtig zu stellen bzw. vollumfänglich darüber zu informieren.

Im Artikel „Vertrag scheitert an Mietmängeln“ geht der freie Mitarbeiter des Mannheimer Morgens, Herr Markus Mertens, auf die angeblichen Hintergründe zu einem angeblichen Mietverhältnis zwischen dem „Fanclub Club der 100“ und der Spielbetriebs GmbH näher ein.

Zuerst freut es uns, dass in dem Artikel unsere bereits als Pressemitteilung erfolgte Stellungnahme und Richtigstellung vom 05.09.2019, zumindest teilweise Berücksichtigung findet.

So ist nun abweichend zum Artikel vom 02.09.2019 „Drei Verträge werfen Fragen auf“ zumindest nicht mehr von einem Pachtvertrag, sondern von einem Entwurf eines Pachtvertrags die Rede und die fehlende Unterschrift des Geschäftsführers der Spielbetriebs GmbH wird bestätigt. Ebenso wird hierin zumindest erwähnt, dass ein Vergleich des Carl-Benz Stadions mit dem umfassend renovierten und deutlich mehr Fläche beinhaltenden Stadion in Kaiserslautern völlig fehl geht.

Klarstellend möchten wir hierzu noch ausführen, dass der im Artikel aufgemachte Vergleich der Quadratmeterangaben völlig fehl geht. Herr Markus Mertens schreibt in einer unnötig tendenziösen Weise, dass es sich bei den Räumlichkeiten des „Club der 100“ lediglich um 72 Quadratmeter für eine Pacht in Höhe von 14.000,- € handelt und setzt diese in Relation (34%) zur Pacht gegenüber der Stadt Mannheim in Höhe von 41.650,- €, welche die Spielbetriebs-GmbH für die Nutzung von „mehreren zehntausend Quadratmeter Fläche“ zu zahlen hätte. Hierbei wird völlig außer Acht gelassen, dass es sich bei den Räumlichkeiten des „Club der 100“ um eine VIP-Lounge ähnliche Räumlichkeit handelt und die räumlich nutzbare Fläche des Carl-Benz Stadions um ein vielfaches geringer ist, da es sich beim überwiegenden Teil der Flächen um Parkplätze, Rasenfläche, Freiflächen für Catering und mit Baumbewuchs handelt. Unserer Ansicht nach wäre hier ein vergleichbarer Wert die Konditionen eines VIP-Tickets zu nennen.

Legt man für den Betrag von € 14.000,00 brutto nunmehr die Nutzung von 80 Personen (40 Mitglieder des „Club der 100“ zuzüglich einer Begleitperson) pro Spieltag zu Grunde, ergibt dies bei der Anzahl von 19 Heimspielen einen Betrag von € 9,21 brutto pro Person und Heimspiel. Das dieser Betrag für eine VIP ähnliche Betreuung (ohne Catering) und Nutzung der betreffenden Räumlichkeiten angemessen ist, dürfte mehr als offenkundig sein.

Markus Mertens zitiert den Änderungsvorschlag des „Club der 100“ wie der Pachtvertrag zu Stande kommen sollte und hier § 3 Nr. 1 wörtlich wie folgt:

„Im vereinbarten Zustand und Erbringung der hierzu notwendigen Leistung gem. Mail vom 18.03.2018.“

Diese von Markus Mertens vorgenommene Zitierung ist unwahr und entspricht nicht dem vom „Club der 100“ unterzeichneten Pachtvertrag. Die vom „Club der 100“ tatsächlich eingearbeitete Änderung lautet vielmehr in § 3 Nr. 1 wörtlich wie folgt:

„Die Räume werden wie gemeinsam besprochen und mit Mail vom 18.3.2018 festgelegt vermietet. Nach Mietende sind die Räume in einem ordentlichen Zustand zurückzugeben.“

Ebenso möchten wir klarstellen weshalb die Unterzeichnung des Entwurfs des Pachtvertrages durch den Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH verweigert wurde.

Aufgrund des Neubaus der VIP Räumlichkeiten und des dadurch bedingten Wegfalls der bis dahin genutzten Container durch den „Club der 100“ wurden diesem  alternative Räumlichkeiten angeboten und die Verhandlung hierüber mit den Vorsitzenden des „Club der 100“ aufgenommen. Nach mehreren Gesprächen und der mehrfachen Erklärung des  Geschäftsführers Markus Kompp  gegenüber den Vorsitzenden des „Club der 100“, dass ein Leistungsaustausch zwischen dem „Club der 100“ und der Spielbetriebs GmbH aus steuerlichen und juristischen Gründen nicht gegen eine Spende an den Verein möglich ist, hat der Vorsitzende des „Club der 100“ dennoch über Monate hinweg die Unterzeichnung eines Pachtvertrags verweigert. Dies trotz der Kenntnis, dass die geplanten Pachteinnahmen Bestandteil der Lizenzierung zur 3.Liga waren und ein fehlender Vertrag zur Versagung der Zulassung zur 3.Liga geführt hätte.

Die Ausschlussfrist zur Zulassung zur 3.Liga wurde dennoch durch den Vorsitzenden des „Club der 100“ ignoriert, sodass die Familie Beetz den sodann entstanden Differenzbetrag von 11.764,71- Euro (netto) sehr kurzfristig ausgleichen musste, um die Zulassung hierdurch nicht zu gefährden. Die Geschäftsführung der SV Waldhof Spielbetriebs GmbH hatte sich sodann an den Aufsichtsrat der Spielbetriebs GmbH gewandt und um Vermittlung und Unterstützung gebeten. Die damaligen Präsidiumsmitglieder des Vereins im Aufsichtsrat der Spielbetriebs GmbH haben sich sodann der Verhandlung angenommen und den Vorsitzenden, ebenfalls Präsidiumsmitglied des Vereins, von der Richtigkeit des Vorgehens des Geschäftsführers überzeugt und diesem bei einem weiteren Beharren auf eine Abwicklung mittels Spende an den SV Waldhof Mannheim e.V. eine Fläche am Alsenweg, bei den Spielen der U23 und Jugend angeboten. Erst daraufhin zeigte sich der Vorsitzende des „Club der 100“ bereit einen Pachtvertrag mit der Spielbetriebs GmbH zu unterzeichnen. Der Geschäftsführer der Spielbetriebs GmbH übermittelte dem Vorsitzenden einen Vertragsentwurf, welcher nach Finalisierung der Verhandlungen sodann als geschlossene PDF-Datei erneut übermittelt wurde. Bei einem zufälligen Treffen im Carl-Benz Stadion forderte nunmehr der zweite Vorsitzende des „Club der 100“ den Geschäftsführer auf, den von Seiten des „Club der 100“ nun unterzeichneten Vertrag kurzfristig an der Türe zum Stadiontrakt zu unterzeichnen und hielt diesem hierfür die letzte Seite des Vertrags hin. Es war offensichtlich, dass hier versucht wurde, den Geschäftsführer zur Unterzeichnung eines nicht gegengelesenen Exemplars zu bringen, sodass diese Unterschrift nicht erfolgte und die Vertragsexemplare zum Lesen und Unterzeichnen mitgenommen wurden. Es stellte sich sodann heraus, dass die letzte und final besprochene Version des Pachtvertrags verändert wurde. Es geht somit in keiner Weise um die vom Mannheimer Morgen genannten, angeblichen „Mietmängel“, sondern um den Versuch einer  Täuschung der Spielbetriebs GmbH bzw. des SV Waldhof Mannheim durch den oder die Vorsitzenden des „Club der 100“. Die inhaltlichen Veränderungen des Entwurfs sind hierbei irrelevant, sondern lediglich das Verhalten und der Umgang wurde bewertet. Nach sachlicher Beurteilung hatte sich daher die Geschäftsführung dazu entschieden dieses Vorgehen nicht zu kommunizieren und den Mitgliedern des „Club der 100“ die Räumlichkeiten dennoch weiterhin ohne Vertragsgrundlage zu überlassen, da diese für den SV Waldhof Mannheim  verdienten Persönlichkeiten nicht Leidtragende des Handels des oder der Vorsitzenden des „Club der 100“ sein sollten.

Da in dem genannten Artikel nun jedoch erneut vertrauliche Informationen und Dokumente abgedruckt wurden, sehen wir uns leider im Sinne der Transparenz gezwungen das damalige Vorgehen öffentlich zu machen. Der seinerzeit freiwillig vom „Club der 100“ für die Saison 2018/19 überwiesene Betrag von 7.000,- Euro wurde diesem inzwischen zurückbezahlt. Nach dem gestrigen Artikel hat die Geschäftsführung erneut den Kontakt zu den Vorsitzenden des „Club der 100“ aufgenommen und um Klärung gebeten, jedoch noch keine Rückmeldung erhalten, sodass wir uns weitere Schritte vorbehalten.

Wir sehen uns aufgrund der mehrfachen unsauberen journalistischen Arbeit von Herrn Mertens gezwungen, diesem nicht mehr für weitere An- und Rückfragen zur Verfügung zu stehen. 

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